AkzoNobel steigert Marge trotz rückläufiger Märkte

AkzoNobel hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer deutlichen Verbesserung seiner Profitabilität abgeschlossen – trotz weltweit rückläufiger Absatzmärkte. Wie der niederländische Lackhersteller mitteilt, stieg die bereinigte EBITDA-Marge auf 14,2 Prozent und damit über das Vorjahresniveau. Besonders im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen dank umfassender Effizienzprogramme einen weiteren Margensprung.
Die schwache Nachfrage führte zwar zu leicht sinkenden Absatzmengen, doch ein verbesserter Preis-Produkt-Mix sowie Kostendisziplin milderten die Auswirkungen. Der ausgewiesene Umsatz lag aufgrund ungünstiger Wechselkurse unter dem Vorjahreswert, während organisch weitgehend Stabilität erreicht wurde.
Positive Ergebnisentwicklung
Zu den zentralen Ergebnistreibern zählten Kostensenkungen von insgesamt 98 Mio. Euro sowie Maßnahmen zur Optimierung des Working Capital, die den operativen Cashflow spürbar verbesserten. Das operative Ergebnis stieg von 917 auf 1164 Mio. Euro. Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei die Veräußerung der Akzo Nobel India Ltd., die 922 Mio. Euro einbrachte und das Betriebsergebnis um 655 Mio. Euro erhöhte.
AkzoNobel-CEO Greg Poux-Guillaume betonte, die Ergebnisse seien »ein Beleg für die Stärke unserer operativen Umsetzung«. Er verwies auf deutliche Fortschritte bei der operativen Kosten- und Personalreduzierung sowie eine verbesserte Kapitalbindung. Mit einem Verschuldungsgrad von 2 x Nettoschulden gegenüber dem bereinigten EBITDA sei man wieder im angestrebten Zielkorridor angekommen.
Strategische Weichenstellung
Den nächsten großen Schritt sieht AkzoNobel in der bereits im November 2025 angekündigten Fusion mit Axalta. Durch den Zusammenschluss soll ein global führender Anbieter von Lacken und Beschichtungslösungen entstehen, der technologische Stärken und Marktzugänge kombiniert. Die Transaktion, die vollständig in Aktien erfolgen soll, steht unter Vorbehalt der Zustimmung von Behörden sowie Aktionären und wird frühestens Ende 2026 erwartet.
Gedämpfter Ausblick für 2026
Für das laufende Jahr zeigt sich das Unternehmen verhalten. Eine spürbare Markterholung sei nicht in Sicht, heißt es im Ausblick. Während das erste Halbjahr voraussichtlich schwach ausfallen werde, erwartet das Management im zweiten Halbjahr eine relative Verbesserung aufgrund niedriger Vorjahresvergleiche. Gleichzeitig sollen weiterlaufende Effizienzmaßnahmen das Ergebnis stabilisieren.
AkzoNobel plant für 2026 eine Steigerung des bereinigten EBITDA auf mindestens 1,47 Milliarden Euro. Mittelfristig strebt der Konzern eine EBITDA-Marge von über 16 Prozent sowie eine Kapitalrendite zwischen 16 und 19 Prozent an. Die Verschuldung soll stabil bei etwa dem Faktor zwei liegen.

