02.06.2022 | Wand / Fassade Seite 88-89 in Ausgabe 6-7/2022

Alligator: Modernes Wohnen inmitten der Stadt

Vorhandenen Platz optimal nutzen: Das ist vielerorts die Devise, wenn es um die Schaffung von neuem – und gerade in innerstädtischen Lagen so dringend benötigtem – Wohnraum geht. Sehr gut gelungen ist das in Düsseldorf an der Dorotheenstraße, wo vor kurzem ein innovatives Quartier fertiggestellt wurde: Dort fügen sich ein Obdachlosenheim, Mehrfamilienhäuser sowie ein Studentenwohnheim in drei Hofeinheiten zu einem modernen Ensemble zusammen. Bei der Farbgestaltung kamen Alligator-Produkte zum Einsatz.

Eine Unterkunft für Obdachlose bestand an gleicher Stelle bereits seit vielen Jahren. Der ursprüngliche, aus den 1920er Jahren stammende Bau war allerdings nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren, Abriss und Neubau waren die sinnvollere Option. Auch die bis dato sehr lockere Bebauung des riesigen Grundstücks barg großes Effizienzpotenzial. Der Entwurf sah daher vor, das Obdachlosenheim im vorderen Einzelhof mit zwei neuen Hofeinheiten für Familien und Pärchen sowie Studenten zu kombinieren und so die vermietbare Quadratmeterzahl nahezu zu verdoppeln.

Fächerfassade: spart Platz, sieht toll aus
Das schmale, langgezogene Grundstück, das entlang einer Bahnlinie verläuft und sich nach vorne zur vielbefahrenen Dorotheenstraße öffnet, war sicher die größte Herausforderung bei diesem Projekt. Die Wohnräume öffnen sich heute vor allem zur Südwestlage des Grundstücks, zu innenliegenden Gärten und teils zu einem schönen, alten Baumbestand, der in das Neubauprojekt integriert wurde. Auch ein Kinderspielplatz gehört zum Ensemble. Das Obdachlosenheim, das an der schmalen, der Straße zugewandten Seite seinen Platz hat, bildet einen besonderen Blickfang dank einer Fächerfassade, die sich nach oben mit jedem Stockwerk weiter verbreitert. Unten lässt sie genug Platz für eine Feuerwehrzufahrt und schafft oben zusätzlichen Wohnraum.
Umgesetzt wurde die Gestaltung der Fassaden mit verschiedenen Produkten von Alligator: So kamen an den Gebäuden zunächst die Mineralwolle-Dämmplatten »035 Ultra Light« als Wärmedämmverbundsystem zum Einsatz. Gestrichen wurde dann mit der Fassadenfarbe »Miropan-Universal«, die dank Silicon-Hybrid-Technologie in der Farbbeständigkeitsklasse A für langanhaltende, intensive Farbergebnisse sorgt und Handwerkern eine schnelle und einfache Verarbeitung ermöglicht. Insgesamt wurden rund 8000 m² Wärmedämmung angebracht und etwa 40000 m² Wandfläche gestrichen, hinzu kamen unter anderem Türen und Geländer.

Schlichtes Weiß, dezentes Grau, fröhliches Blau
Auch für die Bearbeitung der Innenwandflächen kam mit »Super Weiß LEF« ein Produkt aus dem Hause Alligator zum Einsatz. Die Farbe verfügt über die Deckkraftklasse 1 und die Nassabriebklasse 2. »Wir haben uns dort für die Verwendung von ›Super Weiß‹ entschieden, weil das Produkt eine optimale, rationelle Verarbeitung im Airless-Verfahren ermöglicht«, erläutert Alligator-Fachberater Markus Friedel, der häufig auf der Baustelle präsent war.
Die Fassaden von Obdachlosenheim und Mehrfamilienhäusern sind heute in schlichtem Weiß gehalten, das die goldbraunen Naturtöne der Fenster- und Türprofile besonders betont. Erdgeschoss und erste Etage heben sich durch einen dunkleren Grauton, hervorstehende Erker durch ein helleres Grau ab und sorgen so für eine dezente Abwechslung. Bunter geht es bei den Studenten im hinteren Hof zu. Dort leuchtet das Wohnheim in einem fröhlichen Türkisblau – ein eingeschossiger grauer Sockel sorgt für eine optische Verbindung zu den umliegenden Gebäuden.

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