Alligator: Wow-Effekt im Ostseestadion
Im VIP-Bereich des Ostseestadions von Fußball-Zweitligist F.C. Hansa Rostock herrscht reger Betrieb: Bis zu 2500 Menschen bewegen sich an Spieltagen durch diese Räumlichkeiten des Stadions, das insgesamt 29000 Besucher fassen kann. Sponsoren und Geschäftspartner sind in der VIP-Area genauso unterwegs wie das Catering und nicht zuletzt die Fußballer selbst, die über den Flur in die Kabinen gelangen.
»Deshalb wollten wir in der Wandgestaltung etwas Außergewöhnliches mit Wiedererkennungswert schaffen«, erzählt Oliver Grümmert, Leiter der Technischen Dienste bei der Ostseestadion GmbH & Co. KG.
Die Wandflächen im VIP-Bereich waren bis dato im typischen Hansa-Blau gehalten – nun fiel die Wahl stattdessen auf »Art Velluto« in Stone-Optik. Mit der dekorativen Spachtelmasse von Alligator für den Innenbereich lässt sich eine metallisch-samtige Oberfläche erzeugen. »Das Ziel war klar: Wir wollten einen optischen Hingucker mit Wow-Effekt«, so Grümmert weiter. »Aber natürlich waren auch Reinigungsfähigkeit und Abrieb wichtige Kriterien bei der Produktauswahl. Durch die Wandbeschichtungen erhoffen wir uns, dass wir zweimal jährlich das Streichen in diesen Bereichen einsparen können.«
Gesagt, getan! Im Jahr 2021 machten sich Grümmert und sein Team an die Arbeit. Im Außenbereich des Stadions wurde eine Fläche mit »Orbit« beschichtet, einer hochvergüteten Reinacrylatfarbe.
Innen wurde die neue Wandgestaltung umgesetzt auf 320 m² Wandfläche im Foyer, 250 m² im Treppenhaus und 170 m² in den Fluren der Geschäftsleitung. Die glatten Wände galt es dafür zunächst zu grundieren. Zum Einsatz kam dafür »Multi-Grund 3 in 1«, eine Alligator-Allroundgrundierung für innen und außen. In einem ähnlichen Farbton unter »Art Velluto« aufgebracht, erhält die finale Wandgestaltung später noch mehr Strahlkraft.
Moderne Wandgestaltung trifft auf alte Schiffsdielen
Die Verarbeitung von »Art Velluto« selbst verlief dann in mehreren Schritten. Alligator-Fachberater Martin Störmer, der das Projekt betreut hat, erklärt die Vorgehensweise: »Das Produkt wird fertig abgemischt geliefert. Zunächst gilt es, die Spachtelmasse über eine Kurzflorwalze dünn aufzutragen und abtrocknen zu lassen. Dann müssen die Verarbeiter das Material mit einer Venezianerkelle dünn im Kratzspachtelverfahren aufbringen. Nach kurzer Lüftungszeit wird es nochmals mit der Kelle verrieben.« Grümmert ergänzt: »Herr Störmer hat uns das Verfahren einmal vorab demonstriert; auf dieser Basis waren dann die Arbeiten für uns gut umsetzbar. Das Material lässt sich gut verarbeiten.«
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die metallisch-samtene Anmutung der steingrauen Wandgestaltung im VIP-Bereich harmoniert ausgesprochen gut mit hölzernen Gestaltungselementen, die aus alten Eichen-Schiffsdielen von den MV-Werften hergestellt wurden. Der Leiter der Technischen Dienste resümiert: »Wir sind alle von dem Ergebnis begeistert und würden das Material jederzeit wieder wählen.«

