01.05.2016 | Boden / Zubehör Seite 40-42 in Ausgabe 5/2016

Amorim: Mehr Raum für Kork

Um den Bereich der Bodenbeläge und Wandverkleidungen aus Kork mit all ihren ­Kollektionen in Gänze abbilden zu können, wurde bei Amorim ein lang gehegter Plan umgesetzt: Ein Präsentations- und Anwendungszentrum wurde gebaut, das einen Showroom beherbergt, der alle Dimensionen des faszinierenden Mate­rials Kork und dessen Einsatz an Wand und Boden zeigt. Ein neuer Showroom am Amorim-Stammsitz in Portugal führt in die Welt des Korks ein und zeigt die Boden- und Wandprodukte nicht nur real, sondern auch virtuell.

Rekordverdächtig: Rund 5000 Besucher aus aller Herren Länder, die sich über die Herstellung von Kork-Produkten informieren wollten, empfing der Amorim-Konzern im Jahr 2015 am Firmensitz in São Paio de Olei­ros, nahe Porto, in Portugal.

Was Kork alles kann: Für einen Teil der Außen­fassade des ­Zentrums wurde expandiertes Kork­agglomerat verwendet. Von links: Tomas Cordes und Nuno ­Barroca, stell­vertretender Aufsichtsratsvorsitzender von AmorimWas die Boden- und Wandbelags­sparte des Konzerns angeht, so wurde eigens für diese Besucher-Ströme nun ein lang gehegter Plan in die Tat umgesetzt und ein neues Zentrum mitsamt großzügigem Showroom geschaffen, um den Kunden Kork-Produkte und deren einmalige Eigenschaften optimal präsentieren zu können.

»Corkcomfort«, »Vinylcomfort«, »Artcomfort«, »Hydrocork«, »Authentica«, »Dekwall«, »Parkett«... die Produkte der Boden- und Wandkollektionen von Amorim sind nicht wenige. »Wir fahren in jedem Jahr mit verschiedenen Kunden-Gruppen nach Portugal«, sagt Amorim-Deutschland-Chef Tomas Cordes. »Bislang waren wir räumlich immer begrenzt, wir konnten nie alle Produkte auf einem Fleck zeigen. Nun haben wir mit dem neuen Showroom die Möglichkeit, die Schönheit der Böden noch besser zu präsentieren.«

Eine tolle Präsen­tation für die vielen Boden- und Wandkollektionen von Amorim: Auf rund 1000 m² können Besucher in das Sortiment ein­tauchen und mehr über die »Cork­tech«-Technologie erfahren.Auf etwa 1000 m² werden nun die diversen Wand- und Bodenlösungen aus und mit Kork gezeigt. Jede Kollektion findet hier seinen Platz und wird großflächig zum Sehen und Fühlen dargeboten. Ein kleines Areal in den neuen Räumlichkeiten zeigt zudem die anderen Amorim-Geschäftseinheiten und führt so in den innovativen Werkstoff Kork ein. Neben Korkstopfen sind dies auch Gebrauchsgegenstände oder De­sign­objekte (wie etwa Stiftebecher, Küchenutensilien oder Sitzmöglichkeiten), Fashion (etwa Schuhe) bis hin zu Sportartikeln (Surfboard). Plakativ werden im Showroom auch die Einsatzgebiete in großen Bildern dar­gestellt: So enthält die »Ariane 5«-Rakete zum Beispiel ein thermisches Schutzsystem aus Kork, und Kork­böden liegen Besuchern der Kirche ­Sagrada Familia in Barcelona zu Füßen.

Ein kleines Areal im Showroom zeigt alle Amorim-Business-Units und demonstriert die Möglichkeiten und Einsatzgebiete von Kork – von Schuhen und Alltagsgegenständen über Designobjekte bis hin zum Korkstopfen. Das alles bietet ein stimmiges und vor allem faszinierendes Kork-Entree für die Boden- und Wandprodukte, die sich beim weiteren Lauf durch den Showroom auftun. Über allem schwebt dabei die »Corktech«-Technologie, welche der geneigte Besucher an jeder Stelle ersehen und vor allem auch ertesten kann. So finden sich auch Test-Stellen, wo man die Vorzüge eines aus oder mit Kork bestehenden Bodens in Sachen Natürlichkeit, Fußwärme, Gehkomfort, Akustik und Schadensresistenz erleben kann.

Doch der Präsentation nicht genug: Ein Showroom im Showroom informiert über mögliche POS-Auftritte und das zugehörige Material.

Im »Interactive Room« können Besucher virtuell Produkte an Boden und Wand projizieren und im Verlegeraum der »Amorim ­Academy« geht es auch etwas handfester zu. Hier wird das Know-how rund um die ­Verarbeitung vermittelt.So viel zu den Kollektionen »analoger« Natur – ein ganz besonderes Tool ist ein virtueller Raum, der mittels Projek­tionstechniken alle Boden- und Wandkollektionen an Ort und Stelle visualisiert.

Fester Bestandteil des Zentrums ist auch die 2014 ins Leben gerufene »Amorim Academy«, in welcher Händler, Verleger und Architekten mehr über die Produkte, deren Beschaffenheit, Verlegung und Einsatz erfahren können. Hierfür gibt es einen eigens eingerichteten Verlegeraum.

Und in Sachen Theorie, Film und Diskussion schließt sich dem Showroom auch ein für 100 Besucher entwickeltes Auditorium an.

Etwas mehr als 1 Mio. Euro hat Amorim für dieses mehr als vorzeigbare Zentrum in die Hand genommen, das seit Januar 2016 in Betrieb ist.

Portugal ist immer eine Reise wert – für Handel, Handwerk und Architekten gibt es nun einen weiteren Grund, dorthin zu reisen, genauer: nach São Paio de Oleiros.

Thomas Ottaviano

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