Aquafil: »Econyl« setzt sich für saubere Meere ein
140 Mio. Tonnen Plastik-Abfall. Und das nicht auf Müllkippen an den Stadträndern, sondern in den Weltmeeren. Jedes Jahr kommen über 7 Mio. Tonnen hinzu, eine Menge, die die Fläche Berlins mehr als dreimal abdecken könnte. Der größte Feind für die Natur: Plastik. In manchen Meeren geht es sogar so weit, dass bis zu 80 Prozent aller Abfälle daraus bestehen. Mariner Plastik-Müll ist mittlerweile symptomatisch für ein sehr viel breiteres Problem: dem verschwenderischen Konsum der Menschen und dem anhaltend schlechten Management natürlicher Ressourcen. Giulio Bonazzi, Vorsitzender und CEO von Aquafil, der mit seinem Team das »Econyl«-Projekt entwickelt hat, setzt sich bereits seit Jahren für die Beseitigung von Plastikabfall ein. So wandelt die Marke »Econyl« Polyamid-6-Abfälle wie Teppiche oder Fischernetze durch das innovative »Econyl«-Regenerationssystem in primäre Rohstoffe zur industriellen Weiterverarbeitung um.
Nachhaltigkeitsvisionär Giulio Bonazzi zeigt die größten Müllquellen auf und welche Lösungen es bereits gibt. »Die Lösung könnte hierbei sein, dass zum einen die Industrie weniger Plastik in der Produktion oder bessere Filteranlagen verwendet, damit auch Kleinstteile nicht mehr in die Ozeane gelangen. Zum anderen sollten die Verbraucher zunehmend auf Plastik verzichten und wiederverwertbare Produkte kaufen.
Aufklärung ist dabei ein wichtiges Stichwort, um auf die Problematik hinzuweisen und zum Umdenken anzuregen«, zeigt Giulio Bonazzi auf. Gemeinsam mit Healthy Seas hat es sich »Econyl« unter anderem zur Aufgabe gemacht, in der Nordsee und im Mittelmeerraum befindliche Müllreste und Geisternetze zu entfernen. Diese wandelt das Regenerationssystem zu Premium-Nylon-Fasern um, die als Rohstoff für nachhaltige Produkte wie Badebekleidung, Unterwäsche und Teppiche gebraucht werden. Das »Econyl«-System besticht durch die Einsparung von Energie und Wasser sowie weitaus weniger Restmüll bei gleichzeitig höherer Ausbeute an hochwertigem Nylon. Bonazzi erklärt: »Dabei wird die Umwelt doppelt entlastet: Auf der einen Seite wird Abfall wiederverwendet, der sonst auf Müllhalden oder in der Natur bzw. den Meeren landen würde. Auf der anderen Seite werden wertvolle Rohstoffe gespart, die normalerweise zur Herstellung von Nylon benötigt werden. Zudem handelt es sich bei dem umweltschonenden Produktionssystem um einen endlos möglichen Regenerationsprozess, der die Umweltbelastung und den Verbrauch an natürlichen Ressourcen und Energie auf ein Minimum reduziert.«

