Arturo: Für zeitgemäße Arbeitswelten
bkp hat für das Verwaltungsgebäude der GWG in Wuppertal ein neues, offenes Raumkonzept mit Wohlfühlambiente geschaffen, wo zukunftsorientiertes Arbeiten und Wohnen zusammenkommen. Das unterstreicht den Anspruch der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft, lebenswerte, zeitgemäße Stadtquartiere zu gestalten. Das Boden- und Wandsystem »Arturo Microcement« passte mit seinen natürlichen Bestandteilen und dem mineralischen Look perfekt ins Konzept.
Der sehr emissionsarme, robuste Belag wurde mit 2 mm Aufbauhöhe auf 220 m² Fläche des Empfangs- und Aufenthaltsbereichs in Handarbeit gespachtelt – Empfangstheke und Sanitärbereiche eingeschlossen. Die Besonderheit waren individuell angefertigte Schablonen in den Unternehmensfarben, die ebenso wie ein Leitsystem für sehbehinderte Menschen in den Boden integriert wurden. Bei der Designberatung arbeiteten Fachberater Carsten Schreiber von Arturo und Daniel Obrycki, Gründer der ausführenden Obrycki Designerboden GmbH aus Frechen, Hand in Hand zusammen.
Die neue Arbeits- und Beratungswelt der GWG ist ein attraktiver Ort, an dem sich Menschen begegnen können. Wo früher lange Flure, kleine Büros und wenig Austausch die Arbeitswelt prägten, bieten die komplett sanierten Räume im Erdgeschoss des Bestandsbaus nun Offenheit und Nähe. Dazu trägt das Bodensystem als Teil des Designkonzepts bei, denn es besitzt eine sehr natürliche Ausstrahlung, ist pflegeleicht und unempfindlich.
Natürlicher mineralischer Belag
Der pastöse mineralische Boden- und Wandbelag »Arturo Microcement« besteht aus Zement sowie Farbpigmenten und wird nur mit Wasser angerührt. Er ist sehr emissionsarm, mit dem Emicode »EC 1 Plus« zertifiziert und wird damit höchsten Gesundheits- und Umweltanforderungen gerecht. Fugenlos in zwei Schichten aufgetragen, zeigt sich die Handschrift des Verarbeiters. »Der Boden ist immer ein Unikat«, erklärt Schreiber.
Der gewählte helle Farbton »Beton« sorgt für eine durchgängig freundliche Atmosphäre und lässt sich mit dem teils farbigen Mobiliar im Empfangsbereich und Coffeeshop sowie in den Besprechungsinseln sehr gut kombinieren.
Aus einem Guss
Für das neue, offene Raumkonzept wurde das Erdgeschoss zunächst entkernt. Alte Versorgungsschächte und Revisionsklappen im Altbereich mussten verschlossen und zur Verstärkung ein Glasfasergewebe eingebettet werden. Für den nötigen einheitlich ebenen glatten Unterboden brachte das Team auf der gesamten Fläche die spannungsarme Spachtelmasse »Uzin NC 112« auf. Danach wurde grundiert und in zwei Schichten »Arturo Microcement« gespachtelt. Im Anschluss folgten die Imprägnierung und zweifache Versiegelung als Finish. Die seidenmatte »Arturo PU7310« schützt den Boden zusätzlich und lässt seine individuelle Struktur zur Geltung kommen.
Der Bauherr wünschte außerdem besondere Fußmatten und Leitsysteme für Personen mit eingeschränktem Sehvermögen, die auf die Beschichtung aufgebracht oder – wie das taktile Noppensystem – in dieses eingelassen wurden. Im Coffeeshop kamen Grafiken auf dem Boden zum Einsatz. Auf Wunsch der Architekten wurde auch die Empfangstheke mit »Microcement« gespachtelt. Damit entstand eine durchgängige Optik mit leicht marmoriertem Effekt.
Ideal für Sanierungen im Bestand
Das System eignet sich für Büros, Shops und private Wohnungen ebenso wie für Nassräume und WCs. Es ist verschleißfest, hat sehr gute akustische Eigenschaften und ist in Kombination mit Fußbodenheizungen einsetzbar.
Jost Sonntag, Projektleiter bei Obrycki, ist begeistert von der Flexibilität des Belags: »Ich bin europaweit unterwegs und habe viele Vergleichsmöglichkeiten. Dies ist ein schönes Produkt, robust und ohne Entsorgungsprobleme, ideal bei Renovierungen und Sanierungen im Bestand.« Dank seiner geringen Aufbauhöhe im Millimeterbereich sind Höhenanpassungen zwischen altem Bestandsestrich und neuem Estrichboden kein Problem, ebenso der Anschluss an Bestandsböden und neue Beläge. Sonntag ergänzt: »Mit der großen Farbauswahl und der Art des Auftrags, dem individuellen Handschlag, lassen sich zudem Bauherrenwünsche individuell umsetzen.«

