BEB: »Wir haben so einiges vor!«
Seit Mai 2015 ist Michael Schlag Vorsitzender des Bundesverbandes Estrich und Belag (BEB). Ende April 2016 führte er in Trier nun erstmals durch die BEB-Mitgliederversammlung und nahm sich am Rande der Veranstaltung Zeit für ein Gespräch mit OBJEKT.
Michael Schlag ist Estrichlegermeister und stammt aus Mehringen. Dort, im Städtchen an der Mosel, ist der junge BEB-Vorsitzende praktisch zu Hause. Und so fand dort nicht umsonst ganz in der Nähe auch die Gemeinschaftstagung »Estrich-Parkett-Belag« inklusive der BEB-Mitgliederversammlung und der ZVPF-Tagung statt: in Trier.
Redaktion: Herr Schlag, welchen Anteil hatten Sie daran, dass die Gemeinschaftstagung von BEB und ZVPF in Trier stattfand?
Schlag: Den Vorschlag, die Veranstaltung mal in Trier auszurichten, hatte ich schon vor Jahren, als an eine Tätigkeit im Vorstand noch gar nicht zu denken war. Ich finde diese Stadt einfach schön. Außerdem waren wir zuletzt im Osten, im Norden und auch im Süden. Dass die Tagung mal im Westen war, daran kann ich mich nicht erinnern. Da war es jetzt mal an der Zeit.
Redaktion: Wie fällt Ihr Fazit nach Ihrem ersten Jahr als BEB-Vorsitzender aus?
Schlag: Ich hoffe natürlich, dass mein erstes Jahr als Vorsitzender des BEB nach außen wie nach innen positiv wahrgenommen wurde. Es gab natürlich ein paar Veränderungen. Grundsätzlich bin ich zufrieden mit dem, was wir in die Wege leiten konnten – auch wenn man naturgemäß immer noch mehr schaffen möchte. Wir sind im Vorstand eine sehr angenehme Runde. Ich denke, wir konnten die früheren Probleme zwischen der Bundesfachgruppe und dem Bundesverband weitgehend ausräumen. Insgesamt hat mir das erste Jahr viel Spaß gemacht.
Redaktion: In welcher Form hat sich Ihr Alltag geändert, seit Sie den Vorsitz im BEB übernommen haben?
Schlag: Dieses Amt nimmt natürlich schon einige Zeit in Anspruch. In einigen Phasen war das alles sehr viel, aber im Großen und Ganzen hat es sich so entwickelt, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe Glück, dass ich in unserem eigenen Unternehmen tolle Mitarbeiter habe, die mir den Rücken in den meisten Fällen freihalten können.
Redaktion: Wie kam es eigentlich dazu, dass Sie sich für den BEB-Vorsitz interessiert haben?
Schlag: In einem Gespräch mit Simon Thanner (Sachverständiger und BEB-Vorstandsmitglied, Anm. d. Red.) haben wir halb im Spaß vor einiger Zeit mal gesagt: Wenn sich die Chance bietet, dann übernehmen wir auch mal Verantwortung in dem Verband. Diese Gelegenheit bot sich dann viel schneller als gedacht und wir beide haben unser Vorhaben in die Tat umgesetzt.
Redaktion: Mit welchen vorrangigen Zielsetzungen haben Sie damals das Amt angetreten?
Schlag: Vor allem sollte die Technik sowie die Verbandsbedürfnisse in den Vordergrund gerückt und persönliche Befindlichkeiten an die Seite gestellt werden, um die Branche auch wirklich weiterzubringen.
Redaktion: Sie sind der Jüngste innerhalb des Vorstandes – hat sich das in irgendeiner Form auf Ihre Tätigkeit ausgewirkt?
Schlag: Ich glaube, das wurde von einigen zu Anfang vielleicht etwas kritisch gesehen. Aber mittlerweile hat sich das komplett ins Positive gewandelt. Mit alten Problemen hatte und habe ich nichts zu tun und ich bin einfach unvoreingenommen an die Aufgabe herangegangen. Ich versuche, das Amt so gut wie möglich auszufüllen und ich hoffe, das kommt auch bei allen Mitgliedern so an.
Redaktion: Was hat der BEB in naher und mittelfristiger Zukunft vor?
Schlag: Wir haben so einiges vor! Wir sind auch dabei, einige Dinge umzusetzen und in die Wege zu leiten. Aber momentan kann ich dazu leider noch nichts Offizielles sagen. Doch ich hoffe, wir können schon bald so einiges nach außen tragen.
Das Gespräch führte Niklas Frielingsdorf

