Belysse: Schwacher europäischer Bodenmarkt belastet Umsätze
Die Belysse Group ist mit einem herausfordernden, insgesamt jedoch stabilen ersten Quartal 2026 in das neue Geschäftsjahr gestartet. Der Konzern erzielte in diesem Zeitraum einen Umsatz von 61,2 Mio. Euro, was einem Rückgang von 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Belastend wirkten insbesondere Wechselkurseffekte (–6,0 Prozent) sowie ein leichter organischer Umsatzrückgang auf Konzernebene (–3,0 Prozent). Deutlich positiver entwickelte sich das operative Geschäft in Nordamerika. Getragen von spürbar höheren Absatzmengen und einem soliden Auftragsbestand legten die Umsätze in den USA insgesamt leicht zu (+0,7 Prozent), organisch sogar zweistellig (+12,1 Prozent), wenngleich negative Währungseffekte (–11,4 Prozent) einen Großteil des Wachstums egalisierten. In Europa blieb der Markt für textile Bodenbeläge weiterhin unter Druck, was sich in einem deutlichen Umsatzrückgang (–19,4 Prozent) widerspiegelte.
Trotz der schwächeren Entwicklung in Europa übertraf das bereinigte EBITDA des Konzerns das Ergebnis des ersten Quartals 2025. Verantwortlich dafür waren neben den höheren Absatzmengen in den USA auch verbesserte Margen in beiden Geschäftsbereichen sowie eine strikte Kostenkontrolle. Auswirkungen aus steigenden Rohstoff‑, Energie‑ und Transportkosten infolge geopolitischer Spannungen begegnet Belysse unter anderem mit Preisanpassungen und Zuschlägen.

