11.04.2017 | Boden / Zubehör Seite 34-35 in Ausgabe 4/2017

B.I.C. webt wirklich wahre Werte

Henri Moock, Supervisor und Business-Development-Manager für den B.I.C.-Contract- Bereich, und Julie Maralde Mirus, Consultant & Sales im Contract-Bereich, stellten in der Redaktion OBJEKT die B.I.C.-Bandbreite vor.Belgian International Carpets versteht sich aufs Weben. Mit neu strukturiertem Vertrieb, abgepassten Teppichen und Auslegeware zielt man in den deutschsprachigen Ländern auf den gehobenen Objektbereich ab.

Zig Hotelketten, viele namhafte Shops von Luxusmarken, Penthouses, Luxus-Yachten, Privat-Jets und mehr als 40 Fluggesellschaften sind nur einige, die im wahrsten Sinne des Wortes auf Gewebtes von B.I.C. »stehen«. Das Unternehmenskürzel B.I.C. steht dabei für Belgian International Carpets, der Teppichbodenbereich der Vlerick Group, welcher Ende der 1950er Jahre von Lucien »Pixel«, ein zu 100 Prozent Wilton-gewebtes Rips-ProduktVlerick gegründet wurde und sich auf die Produktion Wilton-gewebter Teppichböden (sowohl Bahnenware als auch abgepasst) spezialisiert hat. Fokus ist der Residential- sowie der gehobene Objektbereich. B.I.C. produziert ausschließlich in Europa: Im belgischen Wevelgem stehen über 35 Webstühle und in Portugal ein Handtufting-Werk zur Verfügung. Die Belgier setzen in puncto Qualität auf Wolle und Woll-Mischungen mit Kaschmir, Polyester und Polyamid. »Alles­ Mischungen, die man so nicht im europäischen Markt findet. Darin ist B.I.C. Spezialist«, bekräftigt B.I.C.-Managementmitglied Henri Moock. »Gerade Wolle mit ­Polyester auf dem Webstuhl zu ver­arbeiten, ist nicht ohne.« Moock ist seit September 2016 an Bord des Teppichbodenherstellers und verantwortet als Supervisor und Business-Development-Manager den Contract-Bereich für die Märkte Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien. »Move«, ein Wilton-gewebter Rips (85 Prozent Wolle und 15 Prozent Kaschmir)Mit Moocks Netzwerk und Branchen-Exper­tise (unter anderem M.I.D. und Anker) erhofft sich B.I.C., nachhaltige Fußstapfen im Objektbereich zu hinterlassen. »B.I.C. will sich verstärkt im Contract-Bereich positionieren«, so Moock. »Hierfür ist schon eine erste Kollektionsmappe fertig, mit der wir auf das gehobene Segment wie Anwaltspraxen, Vorstandssäle, Meeting-Rooms und so weiter abzielen. Und das wollen wir nicht mit Tufting an­gehen, es bleibt beim Weben!«

Moock zur Seite steht Julie Maralde Mirus, die das B.I.C.-Vertriebsteam seit dem 1. Januar 2017 verstärkt. Als Consultant & Sales im Contract-Bereich betreut sie den Norden Deutschlands.

Einblicke in die »B.I.C. at Work«-KollektionUm nun auch ein »Stück vom Kuchen« zu bekommen, geht das Unternehmen unter anderem mit den Kollektionen »B.I.C. Wool Contract« und »B.I.C. at Work« an den Start. Die erste umfasst Qualitäten, die zu 80 Prozent aus Wolle und 20 Prozent Polyamid bestehen. »B.I.C. at Work« enthält Woll-Rips-Produkte, die zu 85 Prozent aus Wolle und 15 Prozent Kaschmir bestehen.

»Wir wollen uns von Produkten abheben, die ähnlich sind«, betont Moock. Ein weiterer Pluspunkt sei die Lieferzeit, die zwischen acht und zehn Wochen beträgt. »Damit wollen wir uns auch abheben und gehen dafür auch ein ­gewisses Risiko ein, da wir von drei Qualitäten jeweils zehn Farben auf Lager haben. Aber im gehobenen Objektbereich muss man schnell reagieren können.«

Zu den zwei Kollektionen gesellt sich eine ausgesprochene Architekten-Box, die mehr als 20 Qualitäten, sowohl als Bahnenware als auch als abgepasste Teppiche, bereithält. »Alles, was wir als Auslegeware anbieten, ist auch als ­abgepasster Teppich erhältlich und andersherum. Im Objektbereich arbeiten wir viel mit abgepassten Teppichen«, sagt Moock. Und hier geht wohl einiges: So berichtet Moock, dass diverse Hotelketten bis zu 180 abgepasste Teppiche bestellt haben. Ein Beispiel von vielen. Nun ist es die Mission, den Anteil der Auslegeware zu erhöhen.

Thomas Ottaviano

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