Caparol: Kartoffel meets Farbe
Die neue Innenwandfarbe »PlantaGeo« von Caparol überzeugt mit modifizierter Kartoffelstärke als Bindemittel.
In ganz besonderer Weise setzt Caparol bei der »UniversalLasurGeo« und der Innenwandfarbe »PlantaGeo« auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Das Holzveredelungsprodukt »UniversalLasurGeo« enthält ein Bindemittel auf der Basis von Leindotter, einer Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Für dieses umweltschonende Produktkonzept ist die DAW SE bereits ausgezeichnet worden. Bei der Innenwandfarbe »PlantaGeo« wird das bisherige vollsynthetische Bindemittel durch modifizierte Kartoffelstärke ersetzt.
»UniversalLasurGeo«: Dank Leindotter die Umwelt schonen
Die »UniversalLasurGeo« enthält ein Bindemittel, das aus Leindotter gewonnen wird. Dabei handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff, dessen Anbau besonders nachhaltig ist. Leindotterpflanzen werden auf einem Feld gemeinsam mit Erbsen angebaut.
»Der Mischanbau unterdrückt das Wachstum von Unkraut, wodurch Landwirte weniger Pflanzenschutzmittel einsetzen müssen«, so Projektleiter Dr. Aaron Breivogel. Außerdem steht Leindotter auf der Roten Liste der gefährdeten Nutzpflanzen in Deutschland. Durch den Anbau wird der Fortbestand der Pflanze garantiert, die in einer Zeit blüht, in der sonst in den Monokulturen der Landwirtschaft wenig blüht. Somit bieten seine gelben Blüten bedrohten Insekten wie Wildbienen eine Nahrungsquelle.
Die Lasur schützt Hölzer von Zäunen und Terrassen oder ganze Holzfassaden vor Regen, Pilzen und intensiver UV-Strahlung. Für das Projekt »Holzveredelungsprodukte auf Basis von Leindotter« ist die DAW mit dem »GreenTec Award 2018« in der Kategorie Bauen & Wohnen ausgezeichnet worden.
»PlantaGeo«: Mit Kartoffelstärke zum Erfolg
Eine fünfjährige Forschungsphase geht der Neuentwicklung »PlantaGeo« voraus. Während herkömmliche Bindemittel vollsynthetisch aus Rohöl hergestellt werden, ist es dem Expertenteam von Caparol gelungen, bei der Dispersionsfarbe den Rohölanteil durch modifizierte Kartoffelstärke zu ersetzen. Die Herausforderung bestand dabei darin, dass Kartoffelstärke wasserlöslich ist und beim Trocknen brüchig wird. Erst durch die Modifikation wurde das Material als Bindemittel für Innenwandfarben brauchbar.
Die Stärke ist ein Abfallprodukt aus der Nahrungsmittelproduktion. »Bevor Unternehmen Kartoffeln zu Pommes frites oder Chips verarbeiten, werden sie geschält und gewaschen«, so Dr. Johannes Westmeier, Leiter des Expertenteams. Dabei gelangt viel Stärke ins Wasser. Diese wird von einem DAW-Lieferanten zurückgewonnen und als Ausgangsstoff für das neuartige Bindemittel verwendet.
Die hochdeckende Innenfarbe eignet sich für alle Neu- und Renovierungsanstriche. »Handwerker können mit ›PlantaGeo‹ dieselben Ergebnisse auf höchstem Niveau erzielen, wie sie das von Caparol-Produkten gewohnt sind«, so Westmeier.

