Carpet Concept: Sophienpalais Hamburg - Eleganz auf dem Roten Teppich
Dem Architekturbüro kister scheithauer gross gelang die Verwandlung vom militärischen Verwaltungsgebäude zum exklusiven Wohnhaus. Karl Lagerfeld begleitete die Einrichtung; der rote Teppich und die textilen Bodenkonzepte von Carpet Concept unterstreichen das elegante Interior.
Das Quartier Harvestehude zählt zu den begehrtesten Wohnlagen Hamburgs und ist zugleich Adresse der Sophienterrasse. Ein Gebiet voller Geschichten und Besonderheiten. Mit fünf renommierten Architekturbüros, darunter kister scheithauer gross aus Köln, errichtete die Frankonia Eurobau hier neue Wohnhäuser und baute vorhandene Substanz um, auch das viel diskutierte Sophienpalais, das im »Dritten Reich« als Generalkommando-Zentrale der Wehrmacht diente.
Die besondere Geschichte des Hauses ist heute schon beim Betreten ablesbar: Auf dem Boden empfängt das Signet des Sophienpalais, das der Teppichboden-Spezialist Carpet Concept in die hochwertigen, maßgefertigten Fußmatten eingearbeitet hat. Auch für die Treppenhäuser und Flure setzte man auf Qualität und Langlebigkeit. Hier wurde bewusst der Teppichboden »Eco Zen« von Carpet Concept in einer roten Sonderfarbe ausgewählt. Dieses Produkt bezieht ihren besonderen Charme aus einer überraschenden Struktur. Durch eine neuartige Verarbeitung und die Verwendung exzellenter Garne wirkt die Oberfläche besonders lebendig. Heute schreitet man auf dem roten Teppich fast lautlos über die Stufen. Diese Kollektion von Carpet Concept ist nicht nur sehr widerstandsfähig, sondern beeinflusst auch die Akustik positiv, eignet sich daher optimal für hochfrequentierte Bereiche.
Karl Lagerfeld gestaltete die Club-Lounge
Die Architekten von kister scheithauer gross haben ihre elegante Interior-Sprache in den Fluren als auch in den öffentlichen Bereichen von Lobby und Lounge eingebracht.
Erlesene Materialien wie Holz, Corian (acrylgebundener Mineralwerkstoff) oder Kupfer wurden verarbeitet, in der Eingangslobby begrüßt ein Concierge Bewohner und Gäste. Der ehemalige Festsaal im ersten Geschoss wurde zur Club-Lounge mit Bar und Piano umgewandelt. In diesen Bereichen begleitete übrigens Modeschöpfer Karl Lagerfeld die Inneneinrichtung.
»Die öffentlichen Räume versprühen immer noch neoklassizistischen Charme. Die Club-Lounge steht allen Bewohnern zur Verfügung. Sie ist für Leute gedacht, die ein kleines Appartement kaufen, sich aber am Abend gern noch mal verabreden – man trifft sich dort«, erzählt Architekt Johannes Kister. Im ehemaligen Waffentresor befindet sich nun der Weinkeller. Außerdem wurde ein 700 m² großer Spa-Bereich mit Sauna und Fitnessstudio eingerichtet.
Wirtschaftlich tragfähiges Konzept
Sorgfalt und Detailliebe kennzeichnen das Projekt auch von außen. Da der Erhalt des alten Baumbestandes mit Wurzelschutzmaßnahmen verbunden war, wurde die Tiefgarage ausgespart. Über zehn Jahre währte die Planung für das Ensemble. Ursprünglich sollte die über 19 000 m² große Fläche in ein Hotel verwandelt werden, erst später reifte der Gedanke zu 60 großzügigen Luxuswohnungen. Schließlich schaffte die Finanzkrise neue Realitäten: Aus den Residenzen wurden 160 Wohnungen, die mit Größen zwischen 70 und 230 m² eher die wirtschaftlichen Ansprüche der Zeit trafen. Hinzu kamen komplett eingerichtete Boardinghouse-Appartements, die dem Wunsch nach Flexibilität Rechnung trugen.
Neue Offenheit zum Park
Das Gebäude selbst ist ein neoklassizistisches Monument aus dem Jahr 1935. Eine Dreiflügelanlage, die durch strenge Eckpfeiler geprägt ist. Die Idee war, das Haus in seiner historischen Situation zur Straße hin zu belassen und die massive Fassade als auch die drei Treppenhäuser aus Denkmalschutzgründen zu erhalten. Der Rest wurde entkernt und modernisiert. Zum Park hin vergrößerte kister scheithauer gross die Flächen durch Loggien. Gestalterische Fassadenelemente mit ornamentalem Charakter strukturieren die Rückseite. Außerdem stockten die Architekten ein »Sky Deck« mit zweigeschossigen Panorama-Penthouses auf.
Ablesbarkeit der Zeitschichten
Die Farbgestaltung der Fassade des Sophienpalais war ein weiteres wichtiges Thema. Viele wünschten, dass das Haus weiß wie das Villenumfeld gehalten wird. Johannes Kister entschied sich dagegen: »Es ist keine klassizistische Villa, sondern ein Gebäude mit Geschichte, die sich nicht weiß darstellt, sondern das militärisch graue Kostüm anhat. Zugleich gab es eine Verabredung mit der Denkmalpflege: Wir durften innen transformieren, wenn die Muschelkalkfassade erhalten bleibt. Deshalb haben wir den Originalputz vorn gesäubert und belassen.«

