Collomix: Präzise Verarbeitung von schnell härtendem Reparaturmörtel
Auf den ersten Blick war die Aufgabenstellung unspektakulär. Auf einer ebenerdig befahrbaren Lkw-Fahrzeugwaage sollte die beschädigte Betonoberfläche wiederhergestellt werden. Winterliche Temperaturen und ein schnell härtender Reparaturmörtel stellten aber unerwartet hohe Ansprüche an die Verarbeitung und Mischtechnik.
Für das ausführende Unternehmen Jobst-Bau aus Grabfeld stellte die Auswahl des geeigneten Materials eine Herausforderung dar, denn die Arbeiten sollten in der kalten Jahreszeit erfolgen. Die Beschichtung sollte langfristig den hohen mechanischen Belastungen widerstehen und auch bei niedrigen Außentemperaturen verarbeitet werden können.
Als Materiallieferant wurde die Firma PCI zurate gezogen. Nach eingehender Analyse der Aufgabenstellung fiel die Wahl auf das »Repafast-Mörtelsystem« von PCI. Es besteht aus einem fließfähigen, hochfesten und schnell erhärtenden Reparaturmörtel, der auch bei Minustemperaturen problemlos verarbeitet werden kann. Wichtig für die Instandsetzung der Lkw-Waage: »Repafix«-Flächen können in der Regel bereits nach zwei Stunden wieder befahren werden.
Schnelligkeit ist gefragt
Im Vorfeld war die schadhafte Betonfläche der Lkw-Waage bereits auf einer Fläche von 18 x 3 Metern bis auf eine Tiefe von rund 50 mm abgefräst worden, da ein raues Fräsbild vor dem Aufbringen des Mörtels notwendig ist, um eine hohe Haftung zu generieren. Für den Einbau des Reparaturmörtels standen ca. 3,5 Tonnen »PCI Repafast Fluid« zur Verfügung. Nachdem die zu bearbeitende Fläche regenfest eingehaust war, wurde die gefräste Fläche zuerst im Sprühverfahren vorgenässt. Im Anschluss wurde eine mineralische Haftbrücke mit »Repafast Fluid« in schlämmartiger Konsistenz aufgebracht und gründlich in die raue Oberfläche eingebürstet. Bedingt durch die vorgegebene Verarbeitungszeit von etwa 20 Minuten musste der zeitkritische Einbau des Reparaturmörtels sehr zügig erfolgen. Das setzte voraus, dass auch der Mischprozess entsprechend zu planen war, um den Mörtel, der eine leicht zähfließende Konsistenz aufweisen muss, einbauen zu können. Nach dem Ausbringen erfolgte die Verdichtung des Mörtels mit einer Stachelwalze. Sodann wurde die Oberfläche für ein optisch sauberes Finish mit einer großen Spachtel glatt abgezogen.
Mischtechnik ist entscheidend
Die besondere Anforderung an den Mischprozess bestand darin, den Reparaturmörtel mit einem Zwangsmischer oder mit zweispindeligen Rührwerken in hoher Qualität aufzubereiten. Die Entscheidung der Firma Jobst fiel auf zwei »Xo 55 duo«-Rührwerke der Firma Collomix in Verbindung mit jeweils einem Rührständer »RMX«, um die technischen Vorgaben des Materials einhalten und zeitgleich die körperliche Belastung für die Mitarbeiter reduzieren zu können. Insgesamt waren rund 140 Mischvorgänge in nur dreieinhalb Stunden durchzuführen, um die benötigte Menge an Mörtel aufzubereiten. Während der gesamten Verarbeitungszeit musste eine konstante Qualität der Mischungen gewährleistet werden, wobei der präzisen Wasserzugabe zum Trockenmaterial eine entscheidende Rolle zukam. Hier bewährte sich das Wasserdosiergerät »AQiX« von Collomix, um die Materialkonsistenz konstant hochwertig zu halten. Für den Mischvorgang selbst wurde jeweils ein Sack Trockenmaterial mit 3,2 Liter Wasser aufgemischt.
Durch die gegenläufigen Mischwerkzeuge der Collomix-Rührgeräte erfolgte eine zügige Benetzung und intensive Durchmischung des Pulvermaterials. Denn um die gewünschten Eigenschaften in Bezug auf Fließfähigkeit und Festigkeit des Mörtels erfüllen zu können, ist eine sorgfältige und gründliche Durchmischung ein essenzieller Arbeitsschritt. Bereits nach rund zwei Minuten war die endgültige Konsistenz der Mischung erreicht. Auf diese Weise konnte ein kontinuierlicher Materialfluss beim Ausbringen des Mörtels gewährleistet und eine professionelle Verarbeitung realisiert werden.
Die Beschichtung der Lkw-Fahrzeugwaage konnte im Laufe eines Vormittags abgeschlossen werden.

