Copa-Forum: »Textile Beläge & Zubehör«
Plattform für Entscheidungen und Listungsgespräche in Fulda.
Nach 2015 fand das Copa-Produkt-Forum »Textile Beläge & Zubehör« erneut in Fulda statt. Dieses wird im Jahreswechsel mit dem Forum »Glatte Beläge« veranstaltet.
Anders als in den vergangenen Jahren war aber der Veranstaltungstermin in den Februar gerückt, anstelle von April. Das hat auch einen guten Grund, wie der geschäftsführende Copa-Vorstand Josef Führes »sein« erstes Forum nach dem Führungswechsel erklärt. »Die Entscheidungen für die kommenden Teppichboden-Kollektionierungen der Mitglieder stehen jetzt an.« Tatsächlich war dann die Veranstaltung auch eine Plattform für Listungen und der Termin somit glücklich gewählt. 46 Lieferanten aus der Industrie und 70 Mitglieder aus dem Copa/Rigromont-Kreis nahmen das Treffen wahr.
Fraglich ist aber, ob man sich in dieser Form und in diesem Format weiterhin jährlich trifft, oder ob man in Zukunft nicht ein warengruppenunabhängiges »Gesamt-Forum« (textile und glatte Beläge) mitsamt Symposium und Gesellschafterversammlung abhalten möchte.
Dies ist eine von vielen Überlegungen, mit welcher sich die »neue« Copa unter Führes beschäftigt. Im Zuge der Neuorientierung liegen einige Sachen mehr oder minder spruchreif auf dem Tisch – so etwa eine neue Außendarstellung mit neuer Vision und einem Auftrag. »Die Copa ist das Schwungrad zwischen Industrie und Handel und soll sich von einer Einkaufs- und Marketingkooperation zu einer Vertriebs- und Marketingkooperation wandeln«, sagt Führes. Was genau das bedeutet und mit welchen Konzepten man dafür an den Start gehen möchte, bleibt zunächst einmal unter Verschluss. Nur so viel (und eigentlich kein Geheimnis): Handwerkskunden sollen besser an die Copa-Großhändler als Systempartner gebunden werden.
Apropos Copa und textile Beläge: Die mit viel Herzblut initiierte Copa-Kampagne »Teppich & Du« wird weiterhin laufen. Sie ist zumindest bis zum Ende des Jahres 2018 durchfinanziert. Man kann aber davon ausgehen, dass die Copa nicht mehr als Träger fungieren wird. Die Kampagne kostete viel Energie und Aufwand der Beteiligten (welche die Copa jetzt selbst für sich an anderer Stelle braucht) und wird von Nicht-Copa-Mitgliedern aber als Copa-eigenes Produkt gesehen, sodass hier und dort Teilnahmen ausblieben. Es wäre also sinnvoll, solch eine gute Kampagne einem anderen, neutraleren Organ zu überlassen.
Sabine Langanke

