DGNB: Bestand im Fokus
Gleich vier Gebäude haben es im zehnten Jubiläumsjahr des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Architektur in die Endauswahl geschafft: das Rathaus Korbach, der Erweiterungsbau des Landratsamtes in Starnberg, das Hotel Wilmina in Berlin und die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Rinteln. Gemeinsam ist allen Projekten ein gelungener Umgang mit dem Thema Bestand.
»Wir freuen uns, dass bei den diesjährigen Bewerbungen eine große Anzahl an Projekten mit dabei war, die in vielfältiger Form das Potenzial für Klimaschutz und Ressourcenschonung in unserem Gebäudebestand ausschöpfen«, resümiert Prof. Amandus Samsøe Sattler, DGNB-Präsident und Juryvorsitzender des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Architektur. »Die Finalisten zeigen auf besonders gelungene Art und Weise, wie wir Architekturgeschichte über Jahrzehnte fortschreiben können, adressieren Themen wie Urban Mining, also die Nutzung der wertvollen Rohstoffe im Gebäudebestand, und erschaffen neue Welten in baulichem Erbe. Sie sind damit große Vorbilder für die so dringende Bauwende, die wir nur aus dem Bestand heraus schaffen.«
Der Architekturpreis für nachhaltige Bauprojekte wird von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Kooperation mit der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis vergeben. Im Rahmen des 15. Deutschen Nachhaltigkeitstages findet die Preisverleihung Anfang Dezember 2022 in Düsseldorf statt.

