Diessner: Farbe mal ganz anders!
Keine Kunststoffgebinde, keine Vorkehrungen vor Keimen und kein Titandioxid.
Zu Recht kann man behaupten, dass beim Bauen, Sanieren und Renovieren ein Umdenken stattfindet. Immer öfter stehen Themen wie Nachhaltigkeit und Gesundheit im Vordergrund. Es gilt die Umwelt zu schützen, die Rohstoffressourcen zu schonen und Schadstoffe zu vermeiden und somit die Gesundheit der Anwender und Nutzer nicht zu belasten.
Laut dem Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie verderben Jahr für Jahr rund 11 Mio. Eimer Wandfarbe, weil sie ohne Konservierungsmittel hergestellt werden. Aber was ist die Alternative? Biozide beimischen – oder auf Wasser verzichten? Produkte wie Farben ohne Konservierungsmittel oder Farben und Putze ohne auswaschbare Biozide finden immer häufiger Anwendung.
Der Berliner Farbenhersteller Diessner hat schon seit einigen Jahren emissionsarme, lösemittel- und weichmacherfreie sowie ohne Konservierungsmittel hergestellte Produkte im Programm.
Es mal anders auszuprobieren ist eine der jüngsten Ideen der Querdenker aus Berlin
Als Farbe versteht man in der Regel ein fertiges Produkt in einem Kunststoffgebinde. Für die Herstellung der Kunststoffgebinde wird Erdöl verbraucht. Ein Rohstoff, der sich immer mehr aufbraucht. Das darin abgefüllte Produkt muss vor Keimen geschützt werden und enthält in den meisten Fällen Titandioxid als Weißpigment, was aufgrund seiner kleinen Partikel stark diskutiert wird und gerade erst reguliert wurde. Mit dem Ansatz des Querdenkens stellt sich die Frage: Geht Farbe auch mal anders? Also nicht im Kunststoffgebinde, ohne Vorkehrungen vor Keimen und ohne Titandioxid? Ja, als Pulverfarbe.
Nun sind Pulverfarben nicht ganz neu. Man findet sie vor allem auf Basis von Kreide und Trockenleim, im Ergebnis dann also eher schlecht deckend und nicht abriebfest.
Und genau bei diesen Punkten setzte Diessner mit einem Projekt an. Es galt eine Pulverfarbe mit gutem Deckvermögen und Abriebfestigkeit zu rezeptieren und ohne das in der Kritik stehende Titandioxid auf den Weg zu bringen. Verpackt in Papiertüten, frostunempfindlich, ohne Konservierungsstoffe und nach dem Anrühren mit Wasser leicht in der Verarbeitung. Mit diesen Eigenschaften sollte das neue Produkt ausgestattet sein.
Was kann man nun erwarten?
Herausgekommen ist die »Clean Air Trockenfarbe«, eine hochwertige anrührbare, klumpenfreie matte Dispersionsfarbe der Nassabriebklasse 1, ausgestattet mit dem Deckvermögen der Klasse 2. Sie hat hervorragende Verarbeitungseigenschaften, insbesondere im Materialauftrag und der Materialverteilung. So können selbst große Flächen schnell und effektiv bearbeitet werden.
Anwendbar ist das Produkt auf den üblichen Wand- und Deckenflächen im Innenbereich. Die Rezeptur ist lösemittel-, weichmacher- und konservierungsmittelfrei und eignet sich damit sehr gut für Allergiker sowie für den sensiblen Wohn- und Objektbereich.
Beim Transportgewicht sind Einsparungen von 6 kg im Vergleich zu einer verbrauchsfertigen Farbe im 12,5-Liter-Gebinde zu verzeichnen. Für die Fertigung werden die Synergien zwischen Diessner und der Muttergesellschaft Sakret genutzt. Hier werden die Rohstoffe gemischt und in Sack und Tüten verpackt. Und nebenbei wird die Umwelt geschont, da kein Plastikmüll produziert wird.

