15.08.2025 | Wand / Fassade Seite 118-119 in Ausgabe 5/2025

Dinova: Einwandfreies Endergebnis

Setzt sich bei Ausbesserungsarbeiten die zweite Farbschicht zu dick auf die erste auf, entsteht meist im Randzonenbereich ein Höhenunterschied, sodass ein unschöner Kuppenglanz sichtbar wird. Dank der »Soft-Dry«-Technologie schmiegt sich die ultramatte Innenfarbe »DinoFlow« nun »hauteng« an den Untergrund, damit Kuppenglanz keine Chance mehr hat. Wie das Ganze funktioniert und angewandt wird, erklärt Maler- und Lackierermeister Andreas Geiger, Technisches Marketing bei Dinova.

Was macht »DinoFlow« besonders?
Andreas Geiger: Den ersten positiven Eindruck von »DinoFlow« erhält der Anwender bei der hervorragenden und besonders leichtgängigen Verarbeitung. »DinoFlow« hat eine hohe Flächenleistung und ein hohes Deckvermögen, gepaart mit einer edlen, ultramatten, ansatzfreien Oberfläche und einem sehr hohen Weißgrad. Dazu kommen noch die hervorragenden Ausbesserungseigenschaften.

Warum ist es mit »DinoFlow« möglich, ein streifenfreies Ergebnis zu erzielen?
Die »Soft-Dry«-Technologie lässt den Farbfilm langsamer vernetzen, wodurch die Hautbildung verzögert wird. Die Rollstruktur und die aufgetragene Farbschicht haben mehr Zeit, um besser zu verlaufen und sich zu glätten. Beim Aufrollen der Farbe bleibt die Oberfläche sehr lange offen, das heißt, es bildet sich zeitnah keine Haut, die durch Hineinrollen in die vorherige Bahn aufgerissen wird. Der Anstrichfilm schließt sich wieder und entspannt erneut. Zusammengefasst sorgt die »Soft-Dry«-Technologie für eine kontrollierte Filmbildung und ein perfektes Oberflächenergebnis.

Wodurch wird die verzögerte Filmbildung erreicht?
Die verzögerte Filmbildung ist das Ergebnis einer neuen Bindemittel-Additiv-Kombination, die für eine ansatzfreie Oberfläche sorgt. Das Bindemittel, auf dem »DinoFlow« basiert, ist eine Polyvinylacetat-Dispersion.

Welche Anforderungen werden an glatte Untergründe gestellt, damit das Beschichtungsergebnis möglichst streifenfrei ist?
Natürlich kann das Endergebnis immer nur so gut sein wie die Voraussetzungen, die geschaffen werden müssen, um eine glatte, streiflichtunempfindliche Oberfläche zu erhalten. Ein glatter Untergrund für eine hochwertige, streifenfreie Endbeschichtung bedeutet in den überwiegenden Fällen, dass der Untergrund eine Qualitätsstufe Q3, besser noch Q4, aufweist und eine nicht strukturierte Wandbekleidung (Glatt- bzw. Glasvlies) aufgebracht wird. Aber auch auf vielen anderen an Wand- und Deckenflächen vorkommenden Untergründen kann »Dino-Flow« eingesetzt werden.

Wie muss der Handwerker beschichten?
Die richtige Auswahl der Werkzeuge zum Auftragen von Innendispersionsfarben und speziell zum Erzielen von streifenfreien Oberflächen spielen eine wichtige Rolle. Wir empfehlen standardmäßig seit vielen Jahren Farbwalzen mit einer Florhöhe von 12 mm. Ein noch besseres Oberflächenbild lässt sich mit Walzen erzielen, die einen speziellen Polyester-Mikrofaser-Mix als Bezug haben und von den Werkzeugherstellern speziell für ein glattes, streiflichtunempfindliches Oberflächen-Finish ausgelobt werden.
Aufgrund der hervorragenden, ja fast schon einfachen Verarbeitungseigenschaften werden darüber hinaus an den Verarbeiter keine besonderen oder speziellen Anforderungen gestellt. Mit ausreichend Farbe auf der Rolle sollte stets mit dem Lichteinfall gleichmäßig nass in nass aufgetragen und verteilt werden. Anschließend in eine Richtung nachrollen.

Die Streifenfreiheit ist in einer langen Offenzeit begründet. Wie viel länger ist die Farbe etwa offen als eine herkömmliche Innenfarbe?
Wir konnten längere Offenzeiten von bis zu ca. 15 bis 20 Prozent feststellen. Eine genaue Nennung eines bestimmten Zeitraums ist schwer möglich, denn eine wesentliche Rolle spielen auch die Faktoren wie Saugfähigkeit des Untergrundes, dessen fachgerechte Vorbereitung und natürlich die Umgebungsbedingungen. Deshalb sind die Hinweise in unserem Technischen Merkblatt wichtige Voraussetzungen für ein perfektes Oberflächen-Finish.

Wie muss der Handwerker vorgehen, um ein ansatzfreies Ausbessern mit »DinoFlow« zu erzielen?
In unseren Tests, speziell zum Ausbessern, haben wir keine besonderen Tricks angewandt. Pinsel und Heizkörperwalze sind die üblichen Werkzeuge. Natürlich sollte bei Ausbesserungen auf der Fläche immer mit etwas Gefühl und Erfahrung vorgegangen werden. Das heißt Tupfen mit dem Pinsel oder mit der ausgerollten Heizkörperwalze arbeiten.

Ist »DinoFlow« abtönbar?
»DinoFlow« gibt es auch als tönbare Variante. Mit zwei zusätzlichen Basenprodukten sind Farbtöne im hellen bis mittleren sowie im intensiven Bereich möglich. Hiermit bieten wir unseren Kunden eine große Auswahl an 
Farbtönen an, die nach Wunsch über unser DinoMix-Mischsystem vor Ort maschinell getönt werden. Die Farbigkeit hat auf das Oberflächenergebnis keinen Einfluss. Die Tönware bietet gleichfalls die Vorzüge des Weiß-Materials.

Wie steht es um die Reinigungsfähigkeit der Beschichtung?
»DinoFlow« ist ein Produkt der Nassabriebklasse 2. Und wie bekannt ist, beurteilt die Nassabriebklasse nicht die Reinigungsfähigkeit einer Innendispersionsfarbe. Die Reinigungsfähigkeit einer matten Dispersionsbeschichtung wird im Vergleich mit einem seidenglänzenden oder glänzenden Anstrichstoff immer zurückstehen. Deshalb versprechen wir dem Kunden in diesem Bereich mit diesem Produkt keine überdurchschnittlichen Eigenschaften. Mit unserer »Dinova Kera-Paint Protect HR« haben wir bereits eine stumpfmatte, zertifiziert hoch reinigungsfähige Innendispersionsfarbe mit einem glatten, ansatzfreien Oberflächenfinish erfolgreich im Produktprogramm.

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