»Domotex«: Neue Bodenbelagsprojekte bei den »NuThinkers«
Die »Domotex 2018« (12. bis 15. Januar) wartet durch die neue Sonderfläche »Framing Trends« mit kreativen Ideen zum Thema Bodenbelag auf. Innenarchitekturstudierende der Hochschule Hannover werden ihre unkonventionellen Konzepte vorstellen. Bei deren Entwicklung, die in Einzel- oder Teamarbeit möglich war, stand das »Domotex«-Leitthema »Unique Youniverse«, das den Trend der Individualisierung aufgreift, im Fokus. Die Ideen der 14 Nachwuchsdesigner sind von der Natur inspiriert oder haben die Effizienz natürlicher Prozesse oder Konstruktionen als Vorbild. So werden unter anderem ein Teppich gezeigt, der die Luft reinigt, eine Bodenfliese, die je nach Betrachtungswinkel die Farbe ändert, ein Boden, der aus Bienenwachs besteht, sowie ein Boden, der durch eine sekundenschnelle chemische Reaktion gespritzt und wieder eingekocht werden kann.
Vier Projekte für den Boden
»Superficious Heat« von Nele Ratjen ist ein Bodensystem, das eine neuartige Fußbodenheizung enthält. Anders als herkömmliche Fußbodenheizungen verschwindet diese nicht im Estrich, sondern wird zum Designelement, bei dem der Nutzer mitgestalten kann.
Nina Düwel entwickelte mit »Blindsight« ein neues Navigationssystem für Blinde. Durch schlüssige und einheitliche Symbole wird Blinden und Sehbehinderten eine neue Freiheit und höhere Selbstständigkeit gewährleistet.
»Fairkorkt« von Sarah Gerner und Johanna Kolb ist ein veganer und ökologischer Teppich aus Kork. Die einzelnen Korkpailletten sind beweglich und die Ober- und Unterseite unterscheiden sich in Farbigkeit und Material. Durch Begehen des Teppichs wird dessen Erscheinungsbild ständig geändert.
Janna Marie Bombek und Franziska Roethemeier suchten mit »Phoenix« nach einer Methode, um verkohltes Holz begehbar zu machen. Um diesem Ziel näherzukommen, ist eine Serie spannender Experimente entstanden. Beispielweise wurde Holz mit flüssigem Glas übergossen, wodurch die obere Schicht des Holzes verkohlte und das abgekühlte Glas eine schützende Schicht bildete.
Neben den Prototypen werden auch viele Vorstudien und Experimente zu sehen sein. Betreut wird das Projekt von Professorin Suzanne Koechert und Professor André Nakonz.

