Dr. Schutz: Missionar in Sachen Schutz, Werterhaltung, Prävention und Pflege
Die Dr. Schutz Group ist seit 60 Jahren spezialisiert auf die Werterhaltung von Bodenbelägen aller Art und arbeitet in enger Kooperation mit den branchenrelevanten Bodenbelagsherstellern. Als Spezialist für die Bodenpflege und Werterhaltung bündelt die Gruppe drei Marken unter einem Dach: Dr. Schutz (Reinigung und Pflege aller Bodenbelagsarten), Eukula (Lacke und Öle für Holz- und Korkböden) und Scratchnomore (Möbelgleitersystem).
Jeder, der ein Auto besitzt, weiß, dass es zu bestimmten Zeiten einen Ölwechsel braucht, in die Waschstraße gefahren werden sollte und auch mal in die Inspektion muss. Bei Bodenbelägen sieht das merkwürdigerweise anders aus. Hier endet es vielerorts mit dem Verkauf des Bodens, wie Frank Knott, Vertriebs- und Marketingleiter sowie Mitglied der Firmenleitung von der Dr. Schutz Group, weiß. »Wir sind immer ein Stück weit dabei, zu missionieren«, sagt Knott. »Den Bereich Reinigung und Pflege wollen wir hin zum Verarbeiter transportieren, sodass dieser sensibilisiert ist, dass Werterhaltung wichtig im Bereich der Nachbetreuung und des Aftersales ist bis hin zu formaljuristischen Dingen wie der Übergabe einer Reinigungs- und Pflegeanleitung.« Und dieses Missionieren ist auch aufgegangen. »Das Bewusstsein für die Themen Werterhaltung, Verkauf und Kundenbindung, verbunden mit erweiterter Dienstleistung, ist bei vielen Verarbeitern angekommen.«
So wird die Dr. Schutz Group auch nicht müde, Marketingkonzepte und weitere Tools – ganz abgesehen von Produkten – zu ertüfteln, die der Verarbeiter für seine erweiterte Dienstleistung nutzen kann.
Drei-Marken-Strategie geht voll auf
Frank Knott ist zu Recht gut aufgelegt, war doch das Kalenderjahr 2015 umsatztechnisch das beste Jahr seit Firmenbestehen. Über alle Bereiche hinweg wurde ein Zuwachs von nahezu 10 Prozent erwirtschaftet. Dazu beigetragen haben ebenso der deutschsprachige Markt wie auch der Export. Und auch 2016 lief laut Knott sehr gut an. Ein Erfolgsgarant ist aber sicherlich auch das »große Ganze« in puncto Struktur. Die Drei-Marken-Strategie, bestehend aus Dr. Schutz, Eukula und Scratchnomore, war ein absolut richtiger Schritt. »Die drei starken Marken haben alle einen Bezug zum Verarbeiter: Maler, Raumausstatter, Parkettleger und Bodenleger«, erklärt Frank Knott. Die sich ergänzenden Produkte haben alle etwas mit Werterhaltung, der Optimierung, Sanierung und Renovierung von Böden zu tun. »Jede Marke hat seinen Schwerpunkt«, erläutert Knott. »Dr. Schutz ist historisch als die Pflegemittelmarke zu sehen. In den letzten zwölf Jahren wurde sie stark erweitert um den Bereich der zwei-komponentigen Lacke, um elastische Bodenbeläge optimal schützen und sanieren zu können. Mit Eukula haben wir eine klare Positionierung für Lacke und Öle im Parkettbereich und mit Scratchnomore bieten wir eine ideale Lösung für die Prävention an. Insgesamt ein rundes Paket, mit klarer Marken-Gliederung und Schwerpunkten, das wir im letzten Jahr auch sehr erfolgreich umgesetzt haben«, so Knott.
Im Zuge dieser Neustruktur und Markenvielfalt mitsamt Launch, CI und Website wurde bei der Group auch eine neue Stelle geschaffen, welche den Bereich Marketing & Kommunikation umfasst: Seit etwa anderthalb Jahren ist Isabelle Reessing für dieses Ressort verantwortlich und stärkt das Unternehmen sowohl intern als auch extern.
Dr. Schutz: »PU Anticolor« erweitert und neue Schrubb-Automaten
So wundert es auch nicht, dass die Gruppe direkt zu Jahresbeginn 2016 auf der »Domotex« mit etlichen Neuerungen in allen drei Bereichen aufwartete. Bei Dr. Schutz finden sich etwa nun zwei weitere Glanzgrade bei »PU Anticolor«: Neben seidenglänzend ist das Produkt auch in Seidenmatt und Extramatt erhältlich. Beide Varianten erfüllen die hohen Qualitätsansprüche und sind hervorragend zu verarbeiten. Seidenmatt und Extramatt sind aufgrund der hervorragenden Haftung unter anderem bestens geeignet für Kautschuk und Sichtspachtelböden. Die seidenglänzende Variante bietet den höchstmöglichen Schutz vor färbenden Chemikalien und bleibt daher Top-Empfehlung für Friseursalons. In allen anderen Objektbereichen mit hohen Anforderungen an die Chemikalien- und Weichmacherbeständigkeit bieten alle drei Varianten des »PU Anticolor« den besten Schutz.
Kurzfristig wurde auch neues, pfiffiges Gerät mit ins Sortiment der Reinigungsmaschinen aufgenommen. Die Schrubb-Automaten »Broom«, »Clever XS« und »Genie XS« eignen sich ideal für jedes kleinere oder mittlere Objekt.
Was Eukula betrifft, so wurde die neue »Master-Serie« vorgestellt, von der im Folgenden noch die Rede sein wird. Und Scratchnomore wurde in seiner Präsentation aufgewertet – von neuen Verpackungen bis hin zum POS-Auftritt für das Ladengeschäft oder den Abholbereich im Großhandel.
Scratchnomore: Sukzessiver Ausbau und POS-Optimierung
Eine nächste Herausforderung besteht sicherlich in der Sensibilisierung für
die Prävention: Scratchnomore. »Hier wollen wir dem Verarbeiter, aber auch dem Handel aufzeigen, dass Prävention ein aktiver Verkaufsposten sein kann und nicht nur als Alibi-Funktion dient.« Und so wurde das Produkt sukzessive weiter optimiert – in der Präsentation wie auch in der Produktvielfalt (es gibt wirklich sehr viele unterschiedliche Stuhlmodelle!). Und schon jetzt freut sich die Dr. Schutz Group über viele realisierte Objekte (Schulen, Hotels, Bürohäuser), in welchen das Stuhlgleiter-System erfolgreich eingesetzt wurde. »Der Bedarf ist da«, so Knott. »Wir stellen vermehrt fest, dass das Interesse von Betreibern oder Inhabern für das Thema Werterhaltung und der damit verbundenen Nachhaltigkeit vorhanden ist.«
Eukula: Die »Master-Serie« trifft Nerv der Zeit
Seit Oktober 2012 gehört Eukula zum Unternehmen Dr. Schutz. Auf die Frage hin, ob sich das Produktportfolio dadurch nicht kannibalisiere, meint Knott: »Wenn es das täte, hätten wir Eukula nicht aufgenommen. Dr. Schutz ist die Marke für die Reinigung, Pflege und Werterhaltung aller Böden und umfasst zweikomponentige PU-Lacke. Wir haben auch ein schmales
Sortiment an Parkettlacken und Ölen, die nur bedingt angenommen werden. Deswegen haben wir auch Eukula gekauft, eine traditionsreiche Marke in diesem Bereich. So konnten wir uns eine neue Zielgruppe erschließen – mit einer Kernkompetenz von jetzt auf gleich. Es gibt keine Kannibalisierung der Marken.« Apropos Kompetenz: Wo die Oberfläche von Parkettböden im Fokus steht, stellt sich auch die Frage, ob für Eukula auch Schleifmaschinen angedacht wären. »Stand heute ist dies für uns kein Thema«, sagt Knott. »Es gibt eine Vielzahl von guten Anbietern. Zum anderen haben wir eine sehr enge und gut funktionierende Kooperation mit Lägler. Deswegen sehen wir keine Notwendigkeit, uns mit Parkettschleifmaschinen unter Eigenvermarktung auseinanderzusetzen. Unsere Kernkompetenz ist das Sanieren im Sinne von chemischen Produkten. Und als mittelständisches Unternehmen fahren wir sehr gut damit, sinnvolle Kooperationen mit Marktbegleitern durchzuführen, die in ihrem Bereich eine Kernkompetenz aufweisen.«
Was aber sehr wohl Thema bei Eukula ist, stellt die zu Jahresbeginn vorgestellte neue »Master-Serie« dar, mit welcher die Marke auch die Zielgruppe erweitert. Die Serie ist ein schlankes, einfach und sicher zu verarbeitendes Baukastensystem für die Renovierung und Sanierung von Holzböden. Das System deckt sowohl Produkte für lackierte als auch für geölte Böden ab.
»Wir haben uns gefragt, ob die Vielzahl an Produkten immer richtig ist, und ob eine Komprimierung perspektivisch für bestimmte Zielgruppen oder bestimmte Verarbeiter nicht besser wäre«, erläutert Knott die Hintergründe. Gerade in einer Zeit, in welcher die Gewerke immer mehr verschmelzen und Kapitalbindung, Lagerhaltung sowie einfache Systeme wichtige Aspekte sind, trifft die »Master-Serie« den Nerv der Zeit. Zielgruppen sind diejenigen, die nicht unbedingt jeden Tag einen Parkettboden renovieren und sanieren. Gemeint sind etwa Bodenleger, Raumausstatter, Maler und Sanierer. Doch sehr wohl spricht man mit »Master« auch durchaus viele Parkettleger an, die keinen Produkt-Dschungel haben wollen. Das Sortiment ist dreigeteilt in »Light«, »Medium« und »Premium«. So kann der jeweilige Verarbeiter auf »Master Light« zurück-
greifen, wenn das Parkett leichte Gebrauchsspuren und starke Verschmutzung aufweist. »Medium« hilft bei Kratzern und starken Gebrauchsspuren und »Premium« hilft, wenn ein beschädigter Parkettboden vorliegt. Das Baukastensystem der »Master-Serie« ermöglicht vielseitige Kombinationsmöglichkeiten und erleichtert auch fachfremden Anwendern den Einstieg in die Holzbodenbehandlung.
Die Idee zur »Master-Serie« ist laut Knott durch Kunden-Nachfrage entstanden. »Letztendlich müssen wir uns den Bedürfnissen des Marktes stellen und nicht umgekehrt«, so Knott. »Die Reise geht ganz klar zu dem Handwerker, der Leistungen aus einer Hand erbringt. Das ist nicht mehr nur ein Trend, das wird bereits gelebt und praktiziert.«
»PU Color«: Profilierung für den Handwerker
Dr. Schutz war seiner Zeit voraus und ist vielleicht in Deutschland eher »leiser« damit umgegangen: Denn schon seit mehreren Jahren hat das Bonner Unternehmen etwas in der Hand, womit man Boden-Wunder vollbringen kann: »PU Color«, der farbige 2K-Polyurethansiegel auf Wasserbasis. Bei dem Produkt handelt es sich um einen strapazierfähigen Siegelfilm mit ausgezeichneter Elastizität und guter Beständigkeit gegen farblose Chemikalien. »PU Color« eignet sich für die farbige Gestaltung sanierungsbedürftiger elastischer Bodenbeläge und mineralischer Sichtspachtelmassen.
Das müsste den Handwerker aufhorchen lassen, bietet das Produkt doch Differenzierung für sein Tun und somit jede Menge Profilierung. Denn: In Deutschland gibt es sicherlich Milliarden Quadratmeter an Bestandsflächen. Und hier muss im Falle einer Sanierung nicht immer ein Herausreißen des Belags stattfinden. »Wir haben seit rund zehn Jahren den Bereich ›PU Color‹«, unterstreicht Frank Knott. »Wir sind in Europa der Marktführer im Bereich der zweikomponentigen PU-Lacke für elastische Bodenbeläge. Und mit ›PU Color‹ haben wir ein sehr gutes System, das wir in jedem Farbton dieser Welt anbieten können.« Hiermit wird die Dr. Schutz Group einem steigenden Trend gerecht – nämlich: bestehende Flächen durch eine Neugestaltung des Bestandsbodens zu sanieren und optisch neu zu gestalten. »Der Kunde bekommt einen neuen Bodenbelag, ohne den Boden zu wechseln. Hier könnte sich der Handwerker bestens positionieren.« Man denke an all die Kitas oder Einrichtungen aus dem Health-Care-Sektor, um nur einige zu nennen. Oftmals fehlt es hier an Geld für eine Rundum-Erneuerung. Und mit »PU Color« kann hierbei gepunktet werden. Quasi ein neuer Boden ohne Ausfallzeiten und hohen wirtschaftlichen Invest.
»Hier werden wir deutlich aktiver werden«, verspricht Knott. »Das Schöne dabei ist unsere zehn Jahre lange Erfahrung mit einem ausgereiften System, das keine Kinderkrankheiten hat.«
Thomas Ottaviano

