Dr. Schutz: Wissen, Praxis und Austausch für Bodenprofis
Gebündeltes Wissen aus Theorie und Praxis, dazu luden Mitte November Dr. Schutz und »eukula« rund 80 Profis aus Bodenhandwerk, Gebäudedienstleistung, Architektur und Handel zu den »Oberflächentagen« in Walsrode ein. Im Mittelpunkt der bereits zum dritten Mal stattgefundenen »Oberflächentage« standen innovative Techniken, praktische Lösungen und strategische Ansätze.
Der erste Tag stand im Zeichen elastischer Böden, während sich der Praxisteil des zweiten Tages auf Holzböden fokussierte.
Ralf Edelmann, Leiter Anwendungstechnik/Produktmanagement bei Dr. Schutz, zeigte auf, welche Fallstricke es bei der Versiegelung elastischer Böden zu vermeiden gilt und sensibilisierte die Teilnehmer anhand von Beispielen auf einer eigens dafür gefertigten Testfläche. Martin Müller, Leiter Anwendungstechnik bei Janser, ergänzte den praktischen Ansatz mit einer Demonstration der neuesten Maschinentechnik von Janser zur optimalen Vorbereitung der Oberflächen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Thema Nass- versus Trockenentschichtung und die dafür benötigten Werkzeuge für unterschiedliche Bodenarten und Objektsituationen.
Impulse mit Mehrwert
Neben praxisorientierten Inhalten wurden auch strategische und technologische Themen wie Veränderungsprozesse im Team oder KI im Vertrieb behandelt. Strategie-Expertin Ute Herscheid (H2D Consulting) zeigte auf, wie Veränderungsprozesse im Team gemeistert werden und verknüpfte dies mit Fallstudien – ein Thema, das die Teilnehmer auch in späteren Gesprächen nachhaltig inspirierte.
Pascal Salmen, Gründer der acto GmbH, erklärte, wie KI im Vertrieb auch für kleinere Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden kann und welchen Mehrwert die Nutzung von Kundendaten im Handwerk bieten.
Neue Möglichkeiten
Am zweiten Tag fokussierte sich Edelmann auf das nachhaltige »Triple-A«-Renovierungskonzept von »eukula«. Hier zählt der Leitspruch »Bewährtes erhalten – Neues schaffen«. »Die drei A stehen für ›Auffrischen‹, ›Aufwerten‹, ›Aufarbeiten‹, denn es muss nicht immer der ›Vollschliff‹ sein, schon gar nicht, wenn es sich um Mehrschicht-Parkettböden handelt, welche eventuell auch noch bearbeitete Oberflächen aufweisen, wie beispielsweise gebürstet, geschroppt oder mit einer V-Fuge«, so Edelmann. All diese Merkmale wären nach dem Schliff entweder aufwendig wiederherzustellen oder eben nicht mehr gegeben. In vielen Fällen reiche es, die Oberflächen zu reinigen und mit einer Pflege aufzufrischen. Wenn das jedoch nicht reicht und dadurch die Oberflächen nachhaltig verändert oder gar verschlechtert werden, dann könne man häufig durch zusätzliche Lack- oder Ölaufträge, im Sinne einer Pflege, die Flächen wieder aufwerten oder gar umrüsten – zum Beispiel von R 9 auf R 10 oder von seidenmatt zu ultramatt. »Benötigt man keinen Vollschliff, spart man Zeit, Ressourcen und am Ende eine Menge Geld. Und sollte das Auffrischen oder das Aufwerten eben nicht mehr ausreichend sein, um die Spuren der vergangenen Jahre zu entfernen, dann hilft letztlich wirklich nur noch der Vollschliff«, erklärte Edelmann.
Und damit kommt das dritte »A«, das Aufarbeiten, ins Spiel. »Hier sind entsprechend dem ›eukula‹-Vollsortiment im Bereich Lacke und Öle
keine Grenzen gesetzt. Ob geölt, farbig oder farblos, behandelt mit einem Hartwachsöl, wasserbasiert lackiert oder ein Premium-Öl-Lack-Aufbau, mit ›eukula‹ ist auf Holzoberflächen alles möglich – egal ob Wohnzimmer, Sporthalle oder Gewerbeflächen«, betonte Edelmann.
Auf hochwertigen Holzböden von Style Flooring demonstrierte Edelmann, wie das modulare Produktsystem gemeinsam mit dem neuen »eukula multi scrubber« einfach zu handhaben ist. Hier eröffnen sich – neben der Anwendung durch Parkettleger – auch für Gebäudedienstleister die Möglichkeit, bisherige Reinigungsdienstleistungen zu erweitern und Kunden mit natürlichen Böden gezielt anzusprechen.
Ingo Aulich, Leiter technische Anwendungen bei Project Floors, präsentierte das Produkt »ProCare 2.0«, das der Designbodenspezialist gemeinsam mit Dr. Schutz anbietet. Durch eine zusätzliche On-Top-Versiegelung mit dem »PU-Siegel« von Dr. Schutz werden die optisch ansprechenden Designböden nicht nur optimal geschützt, sondern auch normgerecht für hygienisch sensible Bereiche wie im Gesundheits-wesen einsetzbar – durch den Siegelauftrag wird der Designboden nachweislich fugenlos. Für Bodenleger und Dienstleister bietet dies eine attraktive Möglichkeit, Design und Funktionalität perfekt zu verbinden.
Stefan und Ricardo Fuhs, Gebäudereinigermeister und Referenten, schlossen den zweiten Tag mit einem anschaulichen Vortrag über häufige Reinigungs- und Sanierungsfehler bei elastischen Belägen und regten durch ihre Ausführungen im Anschluss zu einem intensiven Austausch an.

Speaker’s Table
Den Abschluss des Events bildete der Speaker’s Table, bei dem die Teilnehmer die Gelegenheit hatten, mit den Referenten und Partnern direkt in den Dialog zu treten. Themen wie innovative Reinigungslösungen (Robotik und KI), kommende Technikneuerungen bei Maschinen und Chemie, aber auch die Hürden, denen sich Branchenteilnehmer zu stellen haben, wurden ausführlich besprochen.
Auf dem Weg zur festen Größe
Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung resümierte Frank Knott, Mitglied der Geschäftsführung bei Dr. Schutz: »Die ›Oberflächentage 2024‹ waren ein voller Erfolg – sowohl inhaltlich als auch menschlich. Und auch mit dem Forellenhof in Walsrode hatten wir eine hervorragende Location, was natürlich eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Veranstaltung ist. Bei den Teilnehmern gab es einen guten Mix aus den unterschiedlichen Branchen und Zielgruppen. Und auch die Zahl der Teilnehmer mit rund 80 Personen zeigt, das wir es geschafft haben, dass diese Veranstaltung zu einem Inbegriff von Qualität geworden ist, mit guten Vorträgen, einer Mischung aus Theorie und Praxis, aktuellen Themen und einem schönen Eventabend. Die ›Oberflächentage‹ sind auf dem besten Wege, eine feste Größe im Kalender der Bodenbranche zu werden. Und da nach der Veranstaltung auch immer vor der Veranstaltung ist, wird sich das gesamte Team noch in diesem Jahr zusammensetzen, um über die Fortsetzung zu sprechen und bereits jetzt schon Ideen und Themen für die nächsten ›Oberflächentage‹ zu generieren.«


