Egger-Gruppe: Geschäftsjahr 2021/22 mit über 37 Prozent Umsatzwachstum abgeschlossen
Egger zeigt sich äußerst zufrieden mit dem im Geschäftsjahr 2021/2022 erzielten Umsatz von 4234,3 Mio. Euro (+37,4 Prozent) und dem bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) von 877,5 Mio. Euro (+41,0 Prozent). Die bereinigte EBITDA-Marge liegt stabil bei 20,7 Prozent (Vorjahr: 20,2 Prozent). Die Eigenkapitalquote liegt bei 50,9 Prozent (Vorjahr: 42,0 Prozent).
»Diese Ergebnissteigerung zeigt, dass wir einerseits die Herausforderungen der nach wie vor anhaltenden Pandemie gut bewältigt und zugleich die sich in unserer Branche ergebenden Chancen sehr gut genutzt haben«, so Thomas Leissing, Gruppenleitung Finanzen/Verwaltung und Sprecher der Gruppenleitung.
Die Egger-Gruppe verzeichnet Umsatzzuwächse in allen Produktbereichen. Festzumachen sei die Ergebnissteigerung bei stabiler EBITDA-Marge vor allem am positiven Marktumfeld für Säge- und Bauprodukte, der Reduktion der Anlaufverluste im Werk in Lexington, NC (USA) und an einem optimierten Produkt- und Kundenmix.
Von allen Produktbereichen erzielte die Division Decorative Products (Produkte für den Möbel- und Innenausbau) mit 76,9 Prozent den größten Umsatzanteil und liegt mit 3473,4 Mio. Euro um 36,6 Prozent über dem Vorjahr. Alle Regionen – West, Mitte, Ost und Americas – verzeichneten gesteigerte Absätze.
Die Division Flooring Products liegt mit 506,9 Mio. Euro um 13,4 Prozent über dem Vorjahr. Die Umsatzsteigerung ist zu großen Teilen auf den kostenbedingten Preisanstieg zurückzuführen.
Mit 534,7 Mio. Euro (+62,7 Prozent) schließt die Division Building Products das Geschäftsjahr 2021/2022. Großen Anteil am Umsatzwachstum hat dabei das Egger-Sägewerk in Brilon (Deutschland), da sich die Preise für Schnittholz – unter anderem auch im amerikanischen Raum – deutlich nach oben entwickelt haben.
Investments in Logistik, Veredelung und Nachhaltigkeit
Insgesamt investierte die Unternehmensgruppe im letzten Geschäftsjahr 293,6 Mio. Euro in ihre Produktionsstandorte. Ein großer Anteil der Wachstumsinvestitionen (194,5 Mio. Euro) entfiel auf den Ausbau des Stammsitzes in St. Johann in Tirol (Österreich). Hier entsteht aktuell ein zusätzliches Hochregallager für beschichtete Platten, ein Recyclingturm sowie ein zweiter Biomassekessel. Wesentliche Investitionssummen flossen in die Bereiche Veredelung und Infrastruktur in den deutschen Werken Brilon, Wismar und Gifhorn sowie in das französische Werk Rambervillers. In Hexham (England) investierte man in die Erweiterung der Recyclingkapazitäten. Der Großteil der Investitionen unterstützt das Ziel, mittels Recycling, Prozessoptimierung und Innovationen die CO₂-Emissionen zu reduzieren.
Neubesetzung im Management
Gemeinsam mit Thomas Leissing und Michael Egger jun. bilden Hannes Mitterweissacher und Frank Bölling das neue Management-Team der Gruppe. Walter Schiegl trat nach mehr als 20 Jahren aus der Gruppenleitung aus und wird ab Herbst das Aufsichtsratsmandat von Michael Egger sen. übernehmen, der Ende August seinen 75. Geburtstag feierte und sich aus dem Gremium zurückgezogen hat.
Gedämpfte Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022/2023
Die Krise in der Ukraine, die volatilen Rohstoffmärkte, die unsichere Energieversorgung, die fortdauernde Corona-Pandemie und die steigende Inflation sind Faktoren, die die Ergebniserwartungen der Gruppe für das kommende Geschäftsjahr dämpfen. »Zudem ergeben sich für uns Unsicherheiten aus der Währungsentwicklung in Russland, Argentinien und der Türkei. Diese Gemengelage gestaltet eine Vorschau für die nächsten Monate durchaus schwierig«, so Leissing. »Wir konzentrieren uns weiterhin auf ein vielfältiges Produktportfolio und tätigen Investitionen in zusätzliche Veredelungskapazitäten sowie in die Verbesserung der Rohstoff- und Energiesituation.«

