Ein Höchstmaß an Qualifikation im Estrichlegerhandwerk
Seit ihrer Gründung hat die Bundesfachschule Estrich und Belag (BFSE) rund 2000 Estrichlegermeister »hervorgebracht«.
Wir sind in erster Linie die zentrale Fort- und Weiterbildungsstätte für das deutsche Estrichlegerhandwerk«, umschreibt Michael Ruhland, Estrich- und Parkettlegermeister sowie seit 2013 Erster Vorsitzender der Bundesfachschule Estrich und Belag (BFSE), das Aufgabengebiet der Bildungsinstitution mit Sitz in Feuchtwangen. Die BFSE sorge mit ihren berufsbezogenen Fort- und Weiterbildungsangeboten dabei für ein Höchstmaß an Qualifikation und Qualität im Estrichlegerhandwerk. »Und so genießen Abschlüsse an der Bundesfachschule branchenweit einen sehr hohen Stellenwert«, ergänzt Geschäftsführer Wolfgang Bux. Der Bauingenieur ist abgesehen von einer kurzzeitigen Unterbrechung bereits seit 2008 für die BFSE tätig.
Insgesamt arbeitet die Schule stark mit ausgewählten Kooperationspartnern zusammen, zu denen neben dem Bundesverband Estrich und Belag (BEB) und dem angeschlossenen Institut für Baustoffprüfung und Fußbodenforschung (IBF) auch die Bundesfachgruppe Estrich und Belag im Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), die Bayerische BauAkademie, eine Einrichtung des Berufsförderungswerks des Bayerischen Baugewerbes, sowie die Handwerkskammer Mittelfranken und die Bauhaus Weiterbildungsakademie Weimar gehören. Nicht umsonst zählen die besten Branchenfachleute zum BFSE-Dozentenstamm, darunter auch namhafte Experten aus Zulieferindustrie, Sachverständigenbüros und Instituten. Aktuell werden in dieser Richtung noch weitere Gespräche mit der Industrie geführt, und mit der Bayerischen BauAkademie Feuchtwangen steht der BFSE seit einigen Jahren auch eine der modernsten baugewerblichen Fortbildungseinrichtungen Deutschlands zur Verfügung.
Gute Voraussetzungen also, um die Hauptaufgaben wie beispielsweise die Durchführung der fachbezogenen Meistervorbereitungskurse im Estrichlegerhandwerk (Teile I und II) zu gewährleisten. Im Bereich der Meisterausbildung hat sich die BFSE schließlich mittlerweile zur zentralen Schulungseinrichtung für ganz Deutschland entwickelt. Seit der Gründung der Schule 1968 haben rund 2000 Estrichlegermeister ihre fachliche Meisterprüfung an der BFSE abgelegt. Auch die technische Schulung zukünftiger Sachverständiger im Estrichlegerhandwerk gehört zu den Schwerpunkten der Arbeit der Bildungsinstitution, zu deren Team neben Ruhland und Bux unter anderem auch noch Christof Ludwig, Bernhard Schnepf, Peter Erbertz (alle Beisitzer) sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Allmendinger und Michael Bobyk gehören.

»Neben unserem Fort- und Weiterbildungsauftrag unterstützen wir aber auch die Lehrlingsausbildung«, berichtet Wolfgang Bux. So arbeitet die Bundesfachschule eng mit den Lehrern und Ausbildern der Berufsschulen und überbetrieblichen Ausbildungszentren zusammen und unterstützt seit vielen Jahren leistungswillige Lehrlinge durch Trainigscamps und einen jährlich ausgelobten Förderpreis mit insgesamt 2500 Euro. »Daneben haben wir uns auch zum Ziel gesetzt, die jungen Absolventen der Meisterschulen vermehrt an die Verbandsarbeit heranzuführen«, sagt Bux.

Es tut sich also so einiges rund um die BFSE. »Das ist auch gut so, denn in den vergangenen Jahren hat die Entwicklung der Fachschule ein wenig stagniert«, sagt Ruhland. Das habe vor allem daran gelegen, dass der bei den Vorstandswahlen im Juli 2011 neu gewählte Erste Vorsitzende Bernd Brandstätter kurz darauf schwer erkrankt ist und das Amt nicht weiter wahrnehmen konnte. Zudem wurde bei diesen Wahlen der Vorstand der BFSE komplett neu gewählt und musste sich erst einarbeiten. Des Weiteren gab es durch den bedingten Ruhestand im Juli 2014 von Bux als Geschäftsführer der Bayerischen BauAkademie ebenfalls eine schwierige Situation in der Geschäftsstelle der BFSE. Glücklicherweise habe sich das mittlerweile zum Positiven geändert und stabilisiert.
Im Oktober 2014 wurde dann der Vorstand der Bundesfachgruppe neu gewählt und im Mai 2015 der Vorstand des Bundesverbandes. Nachdem nun alle drei Säulen mit neuen und jungen Vorständen gewählt wurden, dauere es erfahrungsgemäß eine gewisse Zeit, bis sich alle in ihren Ämtern gefunden haben und schließlich die gemeinsame Zukunft des Estrichlegerhandwerks definiert wurde.
»Ich sehe es als eine meiner Hauptaufgaben an, dabei mitzuhelfen, dass die Notwendigkeit der Einigkeit der drei tragenden Säulen des Estrichlegerhandwerks Bundesfachgruppe (BFG), Bundesverband (BEB) und Bundesfachschule (BFSE) erkannt und erhalten bleibt«, sagt Ruhland: »Es ist wichtig, dass wir uns als die drei Säulen verstehen, die gemeinsam ein Dach, das Estrichlegerhandwerk, tragen wollen.«
Niklas Frielingsdorf

