Erfurt: Höhere Effizienz beim Papierrecycling
Für die Bereitstellung von Recyclingmaterial wird bei Erfurt eine eigene Anlage eingesetzt – darin aufgelöst werden Altpapier, Zellstoff und Vliesausschuss. Die Krux: Bisher konnten entweder nur Papier oder nur Vlies verarbeitet werden, beides aber nicht gleichzeitig. Um den gesamten Vliesausschuss in den Produktionskreislauf zurückzuführen, entschloss sich das Unternehmen, eine hocheffiziente neue Anlage zu bauen. Die nun in Betrieb genommene Lösung funktioniert arbeitsteilig: Während sich ein neuer Pulper um Zellstoff und Altpapier kümmert, übernimmt ein separater Strang die Auflösung des Vliesausschusses. Die Aufbereitung erfolgt über eine schnelle und intensive Mischung der Suspension. Die neue Anlage verbraucht 20 Prozent weniger Energie als ihr Vorgänger. Weiter gesteigert wird der Spareffekt noch durch eine Umstrukturierung der Außentransportstrecken – das Aufgabeband befindet sich nun direkt auf dem Altpapier- bzw. Rohstofflagerplatz, sodass die Materialien auf kürzestem Weg in den Pulper gelangen.
Standort Deutschland
Mit einer im siebenstelligen Euro-Bereich angesiedelten Investition in eine hocheffiziente, moderne Anlage zum Auflösen von Rohstoffen setzt Erfurt in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ein deutliches Zeichen in Sachen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung: Die jetzt an
der Wupper in Betrieb genommene umweltfreundliche Anlage zur Altpapier- und Zellstoffaufbereitung spart nicht nur erhebliche Mengen an Energie bei gleichzeitiger Schonung wertvoller Ressourcen. Ebenso bemerkenswert ist das Bekenntnis des Unternehmens zum deutschen Standort und der Wille zum Erhalt vorhandener Arbeitsplätze. So legt die Unternehmensführung bei der neuen Anlage ausdrücklichen Wert darauf, alle Arbeitsplätze im Tätigkeitsfeld der außer Betrieb genommenen Altanlage zu erhalten.

