FEB: Elastisch-fantastisch mit 3,9 Prozent Wachstum
Der FEB präsentierte die Absatzentwicklung des Jahres 2016 – traditionell gab es keine konkreten Zahlen der einzelnen elastischen Belagsarten.
82 – so viele Millionen Quadratmeter elastischer Bodenbeläge wurden im Jahr 2016 in Deutschland abgesetzt. Das ist immerhin einmal eine Zahl, die halbwegs eine Vorstellung von Menge zulässt. Der Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge (FEB) ist ja leider bekannt dafür, keine konkreten Absatzzahlen zu nennen – vor allem nicht, was die einzelnen Belagsarten des elastischen Boden-Universums ausmachen. Dennoch: Dank einer gemeinsamen Studie mit der B+L Marktdaten GmbH gab es anlässlich eines FEB-Pressetreffs ein paar »Insgesamt-Zahlen« als Appetithäppchen. So nehmen elastische Bodenbeläge mittlerweile 21,3 Prozent Anteil am Gesamtmarkt von Fußböden (Holz, Laminat, Keramik, Textil) ein. Erfasst wurden Daten seit dem Jahr 2012. Hieran ablesbar ist ein kontinuierliches Wachstum, lag der Anteil in 2012 etwa »nur« bei 18,2 Prozent. Bis zum Jahr 2019 sollen laut Studie 23,4 Prozent und damit rund 94 Mio. m² erreicht werden.
Für das Jahr 2016 in Deutschland jedenfalls wies der FEB mit seinen zehn Mitgliedern (und 24 Fördermitgliedern) unter dem Vorsitz von Ivo Schintz und der Geschäftsführung von Hans Joachim Schilgen ein Wachstum von 3,9 Prozent aus. Läuft es für Deutschland quasi »elastisch-fantastisch«, tut sich in den anderen deutschsprachigen Ländern Österreich (–5,4 Prozent) und Schweiz (–6,4 Prozent) indes ein anderes Bild auf. Zwar laufen dort jeweils heterogene PVC-Beläge gut, homogene hingegen sehr schlecht. Wachstumstreiber in beiden Ländern ist die Kategorie Designbeläge (LVT-Beläge). Unterschiedlich ist die Entwicklung von Kautschuk und Linoleum: in Österreich steigend, in der Schweiz sinkend.
In Deutschland wachsen LVT-Beläge zweistellig
Im vergangenen Jahr hat OBJEKT beschlossen, mangels konkreter Zahlen die sogenannte Absatzstatistik des FEB, welche für die elastischen Belagsarten jeweils Pfeile nach ganz oder halb oben (sehr gut, gut) oder Pfeile nach ganz oder halb unten (sehr schlecht, schlecht) vorsieht, nicht mehr abzudrucken.
Folgendes Bild ergibt sich für Deutschland: Heterogene und homogene PVC-Beläge sind ebenso rückläufig wie CV-Beläge. Designbeläge zeigen mit einem steilen Pfeil nach oben. Hierzu wurde immerhin so viel gesagt, dass diese ein zweistelliges Wachstum für sich verbuchen. Ein weiterer steiler Pfeil nach oben für Sicherheitsbeläge (≥ R10) – diese haben erstmals in der Statistik Einzug gefunden. Gut läuft es für Linoleum, Kautschuk und Kunststoffbeläge.
Das Wachstum wird hauptsächlich vom Objektgeschäft mit LVTs und Dryback-Bahnenware angetrieben.
FEB-Imagefilm mit Comedian Ingo Oschmann
In puncto Image hat der FEB einen kurzen Film über die Leistungsfähigkeit von Designbelägen aufgelegt, der auf YouTube und auf der Verbands-Website (www.feb-ev.com) zu sehen ist. Auf Verbandsseite wünscht man sich, dass auch die Mitglieder diesen auf ihren Internetseiten implementieren. Besonderer Coup: Für den knapp vierminütigen Film konnte der Verband den aus dem TV bekannten Comedian Ingo Oschmann gewinnen, der humoristisch über die Vorteile und die Verlegung von LVTs spricht. Zu sehen ist eine Belagsverlegung in einem Kindergarten.

