FEP: Europäischer Parkettmarkt 2022 fast überall rückläufig
Infolge von Inflation, schwacher Nachfrage und Schwierigkeiten bei der Holzversorgung weist der europäische Parkettmarkt im Jahr 2022 einen Rückgang im Vergleich zum Boomjahr 2021 auf. Auf Grundlage von Informationen aus ihren Mitgliedsunternehmen und nationalen Verbänden schätzt die Europäische Parkettföderation (FEP), dass der Parkettmarkt für das Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 um 8,2 Prozent zurückgegangen ist. Die FEP betont, dass es sich hierbei um eine erste Prognose handelt und die vollständigen Daten erst im Juni auf der FEP-Generalversammlung bekanntgegeben werden.
Im Boomjahr 2021 legte der europäische Parkettverbrauch noch um 6,2 Prozent zu und erreichte damit das beste Niveau seit zehn Jahren. In 2022 ging der Parkettverbrauch hingegen auf fast allen europäischen Märkten zurück, insbesondere im zweiten Halbjahr im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2021. Grund dafür sei der zu Ende gehende Aufschwung bei Renovierungen. Hingegen würden die Auswirkungen des Rückgangs im Neubau, der die steigenden Kosten und Zinssätze widerspiegelt, erst in den Jahren 2023 und 2024 zu spüren sein.
Mit Ausnahme von Schweden, das derzeit noch einen stagnierenden Markt aufweist, für 2023 aber einen starken Rückgang erwartet, sowie der Schweiz, die einen Anstieg ihres Parkettverbrauchs um 9 Prozent verzeichnete, melden die übrigen europäischen Länder rückläufige Märkte. Dies gilt insbesondere für Österreich, Frankreich und Deutschland mit zweistelligen Rückgängen.

