FEP: Europäischer Parkettmarkt stabilisiert sich 2025
Nach zwei Jahren deutlicher Rückgänge hat sich der europäische Parkettmarkt im Jahr 2025 stabilisiert. Zwar bleibt das Absatzniveau weiterhin niedrig, doch erste Signale einer anziehenden Baukonjunktur sowie regulatorische Anpassungen in Brüssel geben Anlass zu verhaltenem Optimismus. Der Verband der Europäischen Parkettindustrie (FEP) informierte auf der »Domotex 2026« in Hannover über die aktuellen Markteinschätzungen.
Wie der FEP auf seiner Januar-Sitzung mitteilte, dürfte der gesamte Parkettverbrauch 2025 im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil bleiben. Diese Einschätzung basiert auf ersten Schätzungen der Mitgliedsländer; detaillierte Daten werden im Juni auf der FEP-Generalversammlung in Madrid vorgestellt.
Bereits 2023 war der Verbrauch deutlich eingebrochen, ehe der Markt 2024 seinen Tiefpunkt erreichte und nur noch leicht nachgab. 2025 zeigte sich nun eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Während der Jahresauftakt noch solide verlief, kühlte die Nachfrage nach der Sommerpause spürbar ab. Belastend wirken weiterhin hohe Kosten für Holz und Energie, die die Branche operativ fordern.
Marktumfeld bleibt herausfordernd
Das Marktumfeld bietet nach wie vor wenig Transparenz, da kurzfristige Entwicklungen schwer abzuschätzen sind. Dennoch rechnet der FEP mit positiven Impulsen: Neben einer leichten Belebung der Bautätigkeit könnte auch die jüngste Verschiebung und geplante Vereinfachung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) durch die EU-Kommission Entlastung bringen. Zudem erwartet der Verband, dass die seit Juli 2025 geltenden endgültigen Anti-Dumping-Maßnahmen für mehrschichtiges Holzparkett aus China weiterhin Wirkung zeigen.
Verschiedene Marktbeobachtungen deuten allerdings darauf hin, dass die Schutzmechanismen an Kraft verlieren. So gelangen chinesische Produkte inzwischen zu niedrigeren Preisen als vor Beginn der Untersuchung in den EU-Markt. Gleichzeitig wächst der Importdruck durch Länder, die bisher nur geringe Mengen an Parkett in die EU geliefert haben. Der FEP beobachte diese Entwicklungen genau und erwäge, die Europäische Kommission um eine erneute Bewertung dieser Importentwicklungen im Rahmen neuer Untersuchungen zu bitten.

