11.12.2024 | Verbände / Institute / Organisationen Seite 20 in Ausgabe 1/2025

FEP: Europäischer Parkettverbrauch sinkt weiter

Der europäische Parkettverbrauch ist in den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 weiter gesunken, jedoch langsamer als in den Vorjahren. Ursachen dafür sieht der Vorstand des Verbandes der europäischen Parkettindustrie (FEP) in der immer noch gedämpften Bautätigkeit und dem zunehmenden Druck durch chinesische Importe. Da die Kaufkraft der Verbraucher geschwächt sei, so der Verband, würden billigere Alternativen wie unechte Holzböden aus chinesischer Produktion in Betracht gezogen.
Auf dem EU-Markt seien vermehrt Ströme von Mehrschichtparkett aus China beobachtet worden, möglicherweise mit dem Ziel, die Lagerbestände vor der Einführung von Maßnahmen noch im Laufe dieses Jahres aufzustocken. Solche Einfuhren könnten jedoch einer rückwirkenden Erhebung der Antidumpingzölle unterworfen werden, wenn die rechtlichen Kriterien erfüllt seien, so der FEP weiter.

Parkettverbrauch sinkt in Deutschland um 5 bis 10 Prozent
Für Deutschland besteht nach Angaben des Verbandes die Hoffnung, dass der Markt im dritten Quartal 2024 die Talsohle erreicht hat. Im Vergleich des Zeitraums vom ersten bis zum dritten Quartal 2024 mit dem des Vorjahres ist der Parkettverbrauch um 5 bis 10 Prozent gesunken. Da die Zahl der Neubauten im kommenden Jahr voraussichtlich nur etwa halb so groß wie erforderlich sein werde, erwartet der FEP für 2025 hier keine große Entwicklung. Einen Aufschwung werde es nicht vor Ende 2025 oder gar Ende 2026 geben.
Nach einem schwachen dritten Quartal 2024 verzeichnete Österreich einen Rückgang seines Verbrauchs um 5 Prozent verglichen mit den ersten drei Quartalen 2023. Die Prognosen für 2025 sind nicht positiv, was unter anderem auf die geringe Zahl an Neubauten zurückzuführen ist. Der Markt für Parkett in der Schweiz ist in den ersten drei Quartalen 2024 unverändert geblieben. Kroatien verzeichnete ein Plus von 3 Prozent.

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