FEP: Stabilisierung auf sehr niedrigem Niveau
Der Verband der Europäischen Parkett-Industrie (FEP) meldet eine allgemeine Stabilisierung auf den europäischen Märkten – allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau. So gebe es in mehreren Ländern erste Anzeichen für eine Entlastung durch die Antidumpingzölle der Europäischen Kommission auf Einfuhren von Mehrschichtparkett aus China; die endgültigen Antidumpingzölle würden laut Pressemitteilung bis zum 15. Juli 2025 formell verhängt. Gleichzeitig seien die Auswirkungen des aktuellen und unvorhersehbaren »Handelskriegs« derzeit schwer einzuschätzen, es sei aber davon auszugehen, dass dies die Unsicherheiten für Verbraucher und Produzenten nicht verringern werde.
Übersicht der europäischen Märkte
Laut aktueller Marktübersicht des Verbandes war das erste Quartal 2025 auf dem deutschen Parkettmarkt stabil mit 0 bis +5 Prozent. Das Interesse der Verbraucher sei vorhanden, was sich unter anderem auf der »BAU« und besonders in den Bereichen Renovierung, Sport und Bildung gezeigt habe; die allgemeinen Rahmenbedingungen könnten diese Stimmung jedoch gefährden.
Der Parkettverbrauch in Österreich nahm im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 3 Prozent zu, was die Aktivität im Neubau widerspiegelt. In der Schweiz blieb der Parkettmarkt ebenso wie in Italien und Spanien stabil. Auch für Schweden und Norwegen meldete der FEP einen stabilen Markt, jedoch auf stagnierendem bis leicht rückläufigem Niveau. Der französische Parkettmarkt sank indes im ersten Quartal 2025 erneut um 15 Prozent. Der Hauptgrund sei der Rückgang der Neubauten, zudem seien Holzprodukte bei weitem nicht mehr die erste Wahl bei Renovierungen, erklärt der FEP.

