FHR: Fit für die Zukunft
Ein weiteres Mal lud der FHR seine Partner zum Arbeitskreis »Fußboden-Objekt«, bei welchem die Betriebe viel Wissenswertes für sich und die Praxis mitnehmen konnten.
Einen gelungenen Mix aus Vortragsprogramm, Workshop und Lieferantenausstellung bot der Arbeitskreis »Fußboden-Objekt« vom Fachhandelsring (FHR). Insgesamt konnte der Verbund 74 Teilnehmer in Fulda begrüßen. Neben dem Vortragspaket mit aktuellem Wissen für die tägliche Praxis stand aber auch der Austausch mit dem FHR sowie untereinander im Fokus.
Die zweitägige Veranstaltung stand sicherlich auch im Zeichen der Zukunft – vor allem, was den Fachkräftemangel im Handwerk anbelangt. Diesbezüglich gab es nicht nur Vorträge und rege Diskussionen, sondern auch ganz praktische Lösungen an die Hand:
So stellte Michael Bergfeld, Geschäftsführer der in.fa GmbH, Weiterbildungsstrategien sowie die Inhalte von in.fa vor. Die Institution ist ein Gemeinschaftsunternehmen vom Fachhandelsring und der W. & L. Jordan GmbH und hat es sich zum Ziel gesetzt, einen neuen Weg gegen den Mangel an Nachwuchskräften einzuschlagen. Bestes Beispiel ist die »Fußboden-Akademie«, in welcher kooperierende Handwerksunternehmen eine handwerklich begabte Kraft oder einen qualifizierten Quereinsteiger in einem sechswöchigen Intensivkurs in Theorie und Praxis zum geprüften Fußbodenhandwerker ausbilden lassen.
Auch in die Zukunft gerichtet war das »werkhaus«-Objektkonzept, das Ann-Kathrin Schmidt vorstellte. Schmidt ist beim FHR als Prokuristin, im Produktmanagement und im Bereich E-Business tätig. Sie stellte nicht nur das Objekt-Konzept mitsamt Werbemitteln sowie On- und Offline-Strategien vor, sondern lud auch zum Workshop »Kundengewinnung 4.0«. Überhaupt hatten es die Workshops in sich, konnten doch die FHR-Partner eigene Probleme oder Ideen platzieren. So etwa auch beim
»Verlegebetrieb der Zukunft« von Eberhard Schübel. Schübel, Sachverständiger und langjähriger Leiter der FHR-Anwendungstechnik, beleuchtete neue Herausforderungen durch Richtlinien, Techniken und Ausbildungsstandards. Wie man den Geldeingang sozusagen beschleunigen kann, bereitete Rechtsanwalt Martin Kuschel in seinem Workshop »Wie komme ich an mein Geld?« auf. Und wie man Mitarbeiter in sein Unternehmen bringt und diese möglichst hält und weiterbildet, war das Thema von Handwerker Udo Herrmann – »Von nichts kommt niemand«.
Diese allesamt zukunftsgerichteten Themen wurden sozusagen auch von einem »Gesicht der Zukunft« moderiert – Henning Ruf ist nunmehr zusammen mit Sabine Wiegand FHR-Geschäftsführer. So ließ er es sich auch nicht nehmen, die Partner zu begrüßen und mit ihnen interaktiv die Themen anzusprechen, die sie bewegen. Quintessenz: die wichtigen Themen besetzen und zur richtigen Zeit im Betrieb umsetzen. Neben der Kalkulation wurden seitens der Partner das Schulen von Mitarbeitern, die Marktanalyse der Zielgruppen, Kundengewinnung, Zeitmanagement sowie die zunehmende Digitalisierung als Zukunftsthemen genannt.
Und bei vielen Dingen möchte der FHR seinen Partnern unter die Arme greifen. Kurt Reichelt, beratender Gesellschafter, appellierte an die Anwesenden, sich die Dienstleistungen des FHR »aktiv« zunutze zu machen. Reichelt: »Was wir machen können: Ihnen den Rücken stärken und massieren – das Bücken im Alltag können wir Ihnen nicht abnehmen, das ist Ihre Firma, Ihr Risiko, Ihre Welt. Wenn man Ihnen die Verantwortung nimmt, werden Sie immer langsamer.« Doch was vom Verbund bereitgestellt werde, das müsse ernstgenommen und umgesetzt werden, »um wettbewerbsfähig und überlebensfähig zu sein«, so Reichelt. So unterstrich er die Wichtigkeit, gerade in Zeiten der Marktkonzentration und der Vergleichbarkeit sich abzuheben und mit dem FHR unabhängiger zu sein. »Die Chance, über Ware zu überleben, gibt es nicht, sondern vielmehr mit Emotionen und Fähigkeiten sowie Geschick. Ware ist austauschbar und ein ›Beiprodukt‹. Viele haben das Bücken verlernt, doch der Erfolg liegt im Bücken.« So bemängelte Reichelt auch, dass der Kunde heute im Jahr 2020 ist, der Verkäufer jedoch noch in den 1990er Jahren verhaftet sei. Qualifizierung sei hier die Antwort (in.fa, emotionales Verkaufen), doch auch Marketingstrategien mitsamt Markenbewusstsein (»werkhaus«) tragen zum Erfolg bei. »Wir haben diese Mittel. Und wir sind die beste Mannschaft an Assistenten, die Sie als Unternehmer haben können.«
In puncto »werkhaus« wurde nicht nur das neue Objektkonzept vorgestellt, sondern auch ergänzende Vermarktungs- sowie individualisierte Imagebroschüren nebst Wohnmagazin, womit der jeweilige FHR-Partner für Appetit bei seinem Kunden sorgen kann. FHR-Geschäftsführer Henning Ruf: »Über ›werkhaus‹ können Sie weiter wachsen – nämlich in der Unvergleichbarkeit, Sie können zur eigenen Marke mit eigenem Wohnmagazin werden.« Mit dem »werkhaus«-Konzept könne man sich laut Ruf günstiger und besser positionieren. Ruf betonte zum Abschluss der Veranstaltung nochmals das individuelle Zuschneiden der Dienstleistung für die Partner. Dieses müsse natürlich auch abgerufen werden. »Wir machen garantiert keine Werbung von der Stange«, betonte Ruf. »Wir haben garantiert die besten Lösungen für Betriebe unserer Branche – vom Ladenbau bis zur Werbeagentur.«
Und davon konnten sich die Teilnehmer des diesjährigen Arbeitskreises »Fußboden-Objekt« auch hinreichend überzeugen. Der gelungene Mix kam jedenfalls gut an und viele FHR-Partner konnten dank der Vorträge und Workshops Wissenswertes für ihr Geschäft und ihre Zukunftsplanung mitnehmen.
Und da man Gutes nicht ändern soll, wird auch in diesem Jahr wieder ein Arbeitskreis »Fußboden-Objekt« stattfinden.
Sabine Langanke

