Filzfabrik Fulda: Filtermaterial für die Konfektion von Mund-Nase-Masken
Die Filzfabrik Fulda hat ein neuartiges Filtermaterial unter dem Markennamen »Lanimed« entwickelt. Das Filtermaterial kann als Grundmaterial für Mund- Nase-Masken eingesetzt werden. »›Lanimed‹ ist ein vollsynthetischer Vliesstoff, auch gern als Filz bezeichnet, der mit ionisiertem Silber ausgestattet ist. So wirkt er antibakteriell«, erklärt Martin Schäfer, Geschäftsführer der Filzfabrik Fulda.
Beim Atmen werden die Silberionen aktiviert und können Keime im Luftstrom angreifen. Damit reduziert sich die Ansammlung von Keimen in den Atemwegen und in den Masken.
Zurzeit steht Material für die Fertigung von rund 750000 Masken pro Woche zur Verfügung, zukünftig soll die Menge auf über 2 Mio. pro Woche gesteigert werden.
Nach »Öko-Tex Standard 100« zertifiziert
Bei der Entwicklung und Herstellung made in Germany verzichtet die Filzfabrik Fulda auf sämtliche Chemikalien, Farbstoffe sowie Latex. Das so hergestellte Material ist sehr weich und hautfreundlich. Die zur Haut hingewandte Oberfläche sorgt dank der seidenartigen Haptik für ein angenehmes Tragegefühl. Die antibakteriellen Silberionen befinden sich auf der Außenseite. Die im Vliesstoff verwendeten Rohstoffe Polyester, Polypropylen und Polyamid sind nach »Öko-Tex Standard 100«, Klasse I, klassifiziert und damit für Babys und Kleinkinder geeignet, das Material selbst ist ebenfalls nach »Öko-Tex Standard 100« zertifiziert. Weitere Zertifizierungen sind zum aktuellen Zeitpunkt im Freigabeprozess.
Reduzierung von Aerosol im Luftstrom
Das strapazierfähige Material kann dreidimensional verformt, genäht und gefaltet werden. Vliesstoff – wie auch Filz – verfügt über schnittfeste Kanten, was von großem Vorteil bei der Verarbeitung ist. Denn das aufwendige Einfassen oder Umnähen während des Fertigungsprozesses einer Mund-Nase-Maske entfällt dadurch vollständig.
»Lanimed« reduziert die Geschwindigkeit des Aerosols im Luftstrom beim Ausatmen und bleibt dabei weiterhin atmungsfreundlich. Außerdem nimmt das Material kaum Feuchtigkeit auf. »Wir sind stolz darauf, dass wir mit unserem neu entwickelten Filtermaterial einen positiven Beitrag zur aktuellen Situation leisten können. Das Wichtigste ist die Gesundheit von uns allen und die Eindämmung des Coronavirus. Ein besonderer Dank gilt unserem Team an unserem Standort in Fulda, das es geschafft hat, in kürzester Zeit die Entwicklung von ›Lanimed‹ voranzutreiben und zur Serienreife zu bringen«, so Schäfer.

