Findeisen: Es ist ein »Flurstück«!
Findeisen führt eine neue Marke für abgepasste Teppiche mit filzähnlicher Optik und Haptik ein.
Es war schon spannend, was Nadelvlies-Spezialist Findeisen über ein paar Monate hinweg durch Anzeigen oder »stille Post« ankündigte – einzig allein ein rotes (neues) Logo, aus dem ein aus mehreren Bestandteilen rotes »F« zu lesen war, sowie der Zusatz »Markteinführung 17. März« gaben die Ettlinger preis.
An besagtem Datum dann ließ man in der Galerie Bernheimer Contemporary in Berlin die »Katze aus dem Sack« – oder vielmehr das »Flurstück«! Denn so heißt die neue Findeisen-Marke für abgepasste Teppiche, mit welcher der Nadelvlies-Objektbelagshersteller neue Wege einschlägt: Das Familienunternehmen will künftig neben der robusten Nadelvlies-Bahnenware auch hochwertige Teppich-Kollektionen aus Feinfaservlies anbieten und so seine Marktposition weiter ausbauen. »Unser Ziel ist, aus Nadelvlies ein hochwertiges Produkt zu machen und es damit komplett neu zu positionieren«, erklären die beiden Findeisen-Geschäfts
führer Stephan Naacke (Marketing und Vertrieb) und Helmut Wenzel (Personal und Finanzen). »Wir werden mit ›Flurstück‹ eine Marktlücke füllen – es kombiniert alle Stärken der Bahnenware mit Design, Esprit und Individualität.«
Zugleich technisch und emotional, sollen die neuen Teppiche das Bedürfnis nach robuster und langlebiger Ästhetik erfüllen. Die aus Feinfaservlies in Manufaktur gefertigten »Flurstücke« bieten eine filzähnliche Optik und Haptik. »Berlin_2016/1« heißt die Auftakt-Kollektion. Sieben Entwürfe des Berliner Produkt- und Industriedesigners Dirk Biotto zeigen grafische, zugleich streng und dabei entspannte Muster. Die Standardgrößen der Teppiche sind 2 x 3 und 3 x 4 Meter sowie rund bis zu einem Durchmesser von 4,5 Metern. 69 »Flurstück«-Farben ergeben zahlreiche Kombinationen.
»›Flurstück‹ passt einfach zu uns«
Die Idee, frei liegende Teppiche ins Portfolio aufzunehmen, sei in den letzten drei Jahren in engem Austausch mit den Mitarbeitern entwickelt worden. Jetzt habe man mit »Flurstück« die passende Form gefunden: selbstbewusst und klar, frisch und entspannt, robust und hochwertig. »›Flurstück‹ passt einfach zu uns«, erklärt Helmut Wenzel und meint neben der konsequenten Variation eines bewährten Produkts auch den passenden Zeitpunkt, denn: »Wir beobachten den Trend zu anderen Bodenbelagsarten.« Also Ergänzung nicht-textiler Beläge, hart oder flexibel, um textile Komponenten. Geeignet sowohl für den professionellen als auch für den privaten Bereich, seien Teppiche künftig wieder viel mehr Stilmittel als nur Bodenbeläge, sie strukturieren, »es geht um Raumkonzepte«, ergänzt Stephan Naacke.
Jährlich soll mindestens eine »Flurstück«-Kollektion erscheinen. Daneben sind auch individuelle »Mein Flurstück«-Kreationen möglich. Die Preise beginnen bei ca. 1000 Euro.
Sabine Langanke

