FN Neuhofer – eine Familie, eine Vision
Der Leisten- und Zubehörspezialist aus Zell am Moos in Österreich wurde im Jahr 1650 gegründet und ist bis heute im Familienbesitz. Durch erhebliche Investitionen wird die Erfolgsgeschichte auch zukünftig weitergehen.
10 Generationen und 366 Jahre – schon so lange beschäftigt sich die Familie Neuhofer aus dem österreichischen Zell am Moos mit der Verarbeitung von Holz. Was mit einer kleinen Mühle und einem Sägewerk begann, ist heute ein international tätiges Unternehmen geworden, das als Branchen-Primus für den Bereich Leisten und Zubehör gilt. So passt auch das Motto »Wir leisten mehr« – darin steckt nicht nur das Wir-Gefühl in puncto Mitarbeiter und Familie, sondern eben auch das Produkt sowie das »Mehr«,
was die Innovationskraft anbelangt. Denn obwohl Neuhofer auf eine stolze Vergangenheit zurückblicken kann, ist der Blick stets in die Zukunft gerichtet. So steht etwa derzeit die »Vision 2020« an: Die sukzessive Erweiterung des Firmenareals am Standort wird fortgesetzt. Bis zum Jahr 2020 sollen bis zu 56 000 m² Fläche in Form von Lager- und Produktionshallen sowie einem neuen Bürogebäude inklusive großem Showroom hinzukommen. Die Gesamtfläche des Unternehmens wird sich dann auf 146 000 m² belaufen. Erst vor kurzem wurde aufgrund vieler Großaufträge in einen Hallenzubau investiert, um so mehr Lagerfläche zu bekommen. Insgesamt stehen am Firmengelände derzeit 13 300 m² Lagerflächen und somit 7560 Palettenstellplätze zur Verfügung, um besten Lieferservice garantieren zu können.
Doch der Investitionen in jüngster Vergangenheit nicht genug: Was die Produktion angeht, so wurde kräftig in modernste Anlagen im Bereich der Hobel- und Ummantelungstechnik sowie Verpackungsroboter und Anlagenverkettungen investiert. So stellt sich schon ein wenig Science-Fiction-Gefühl ein, wenn man die vollautomatischen Roboter agieren sieht. »Industrie 4.0«, das effiziente Interagieren der Maschinen untereinander, wird immer wichtiger und spielt bei FN Neuhofer Holz bereits eine tragende Rolle. Dies betrifft vor allem Leitrechner, die mit den Maschinen perfekt kommunizieren.
Durch die laufende Erweiterung der Produktionen und Lagerhallen sowie der Technik hat das Familienunternehmen natürlich die Kapazität eines Konzerns, hält aber dennoch an der Flexibilität zur Erfüllung spezieller Kundenwünsche jederzeit fest, etwa hinsichtlich Profilierung, Oberflächen, Liefermengen und -terminen.
Produkte: Von der Leiste bis zur Rosette
Selbstverständlich, historisch bedingt und eben auch im Firmennamen verankert, liegt die Kernkompetenz von FN Neuhofer Holz in der Herstellung von Sockelleisten in 1000 unterschiedlichen Formen aus Massivholz, mit MDF oder Fichtenkern, ummantelt mit
Dekorfolie (unter anderem auch im Digitaldruckverfahren hergestellt) oder Furnier. Neben den Holz-Produkten werden aber auch Bodenprofile aus Aluminium und Kunststoff (mit Dekoroberflächen der Abriebklassen bis AC 5) hergestellt. Doch auch Spezialleisten finden sich im umfangreichen Programm. Hier punktet FN etwa mit biegbaren, wasserfesten und individuell kürzbaren Sockelleisten. Auch LED-Leisten werden angeboten. Eine Antwort auf den Trend zu LVT gibt es auch aus Zell am Moos mit Leisten und Profilen für Designböden.
Hinzu kommt zahlreiches Zubehör – von Kunststoffecken über Clipsysteme bis hin zu Verlegehilfen und Heizkörperrosetten. Neuerdings runden Bilderrahmen das Portfolio ab – pfiffig: individuell bedruckte Leisten bilden sozusagen den »Rahmen«. Wohnlich wird es auch mit dem Regalsystem »FN deco-shelf«, das das Sortiment komplettiert.
Insgesamt führt das Unternehmen 18 000 verschiedene Artikel.
Zahlen und Fakten
FN Neuhofer Holz ist in 70 Ländern weltweit tätig – mit einer Exportrate von 90 Prozent (70 Länder weltweit). Im Jahr 2015 sorgten die Produkte und die 210 Mitarbeiter für einen Firmenumsatz von rund 45 Mio. Euro (2014: 42,5 Mio. Euro). Was die Produktionskapazität der Ummantelungs- und Hobelanlagen anbelangt, so liegt diese derzeit bei 125 Mio. lfd. M. Leisten pro Jahr, nach Abschluss der Investitionen und Automatisierungen können dann sogar 165 Mio. lfd. M. Leisten pro Jahr hergestellt werden.
Vertrieblich bedient das Unternehmen Baumärkte (70 Prozent), Großhändler und die Fußbodenindustrie (jeweils 15 Prozent).
Thomas Ottaviano

