Forbo-Gruppe: Stabilität im Jahr 2025 trotz spürbarer Belastungen
Die Forbo-Gruppe, Hersteller von Bodenbelägen, Bau- und Konstruktionsklebstoffen sowie Antriebsriemen und Leichtfördertechnik, blickt auf das Geschäftsjahr 2025 zurück, das stark von globalen Unsicherheiten geprägt war. Steigende Zölle, geopolitische Spannungen, hohe Energiekosten und ein schwacher Bausektor in wichtigen Regionen belasteten Nachfrage und Investitionsbereitschaft. Zugleich verstärkte die Aufwertung des Schweizer Frankens den Druck auf die Margen. Vor diesem Hintergrund unternahm Forbo wichtige Schritte zur strategischen Neuordnung und zur Stärkung der Unternehmensführung. Mit der Berufung von Bernhard Merki zum Verwaltungsratspräsidenten sowie der neuen Konzernleitung um CEO Johannes Huber und CFO Heinz Hössli wurde das Führungsteam vollständig neu aufgestellt.
Trotz widriger Rahmenbedingungen erzielte Forbo 2025 einen Nettoumsatz von CHF 1085,4 Mio., was einem Umsatzrückgang von 0,3 Prozent in Lokalwährung (–3,3 Prozent in Konzernwährung) entspricht. Der Rückgang spiegelt ein moderates Wachstum in Europa sowie leichte Schwächen in den Regionen Asien-Pazifik und Amerikas wider. Deutlichere Spuren hinterließen jedoch geringere Auslastung und Kostensteigerungen. Das operative Ergebnis sank auf CHF 87,8 Mio. (Vorjahr: CHF 120,6 Mio.), was einem Rückgang von 27,2 Prozent entspricht. Daraus resultierten eine EBITDA-Marge von 12,6 Prozent (Vorjahr: 14,8 Prozent) sowie eine EBIT-Marge von 8,1 Prozent (Vorjahr: 10,7 Prozent).
Geschäftsbereich Forbo Flooring Systems
Im Bereich Flooring Systems wirkte sich der weltweit schwache Bau- und Renovationsmarkt spürbar aus. Kurzfristig eingeführte Zusatzzölle auf Exporte aus der Schweiz und der EU in die USA belasteten das Ergebnis zusätzlich. Dank kontinuierlicher Produktinnovationen, Optimierungen in den Lieferketten sowie der Umsetzung zentraler Vertriebsinitiativen konnte die Resilienz des Geschäftsbereichs jedoch weiter gestärkt werden. Flooring Systems erzielte 2025 einen Nettoumsatz von CHF 738,2 Mio. (Vorjahr: CHF 765,6 Mio.), was einem Rückgang von 3,6 Prozent entspricht (–1,2 Prozent in Lokalwährung). Das Absatzvolumen und die Preise verringerten sich gegenüber dem Vorjahr jeweils um 0,6 Prozent. Das Betriebsergebnis ging um 18,7 Prozent auf CHF 80,5 Mio. zurück (Vorjahr: CHF 99,0 Mio.).
Verhaltener Ausblick, klare Prioritäten
Für 2026 rechnet die Forbo-Gruppe mit weiterhin anspruchsvollen weltwirtschaftlichen Bedingungen und keiner kurzfristigen konjunkturellen Erholung. Die Strategie setzt deshalb auf verstärkte Kundenorientierung, höhere Effizienz im Vertrieb, fokussierte Innovationen und strikte Kostenkontrolle. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen aufgrund der Währungssituation einen leichten Rückgang, beim Gewinn jedoch einen moderaten Anstieg. Die strukturellen Maßnahmen und die neu aufgestellte Führung sollen die Basis für eine nachhaltige Rückkehr zu profitablem Wachstum stärken.

