Forbo Holding AG: Umsatz im ersten Halbjahr um 11,4 Prozent gesunken
Im ersten Halbjahr 2020 erzielte die Forbo-Gruppe aufgrund der COVID-19-Pandemie und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen einen Nettoumsatz von 542,3 Mio. CHF (503,7 Mio. Euro), was einem Umsatzrückgang von 11,4 Prozent in Lokalwährungen entspricht (–16,5 Prozent in Konzernwährung). Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 41,1 Mio. CHF (38,1 Mio. Euro) um 46,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge reduzierte sich auf 7,6 Prozent und das Konzernergebnis lag mit 31,7 Mio. CHF (29,4 Mio. Euro) um 48,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote betrug 60,7 Prozent.
Der Geschäftsbereich Forbo Flooring Systems verzeichnete einen Umsatz von 366,2 Mio. CHF (340,2 Mio. Euro). Die Umsatzreduktion in den Regionen Europa und Asien/Pazifik war prozentual knapp zweistellig, in Amerika hoch einstellig. Der wichtige Kernmarkt Deutschland hielt sich auf Vorjahresniveau, die meisten nordischen Märkte verzeichneten ein leichtes Umsatzplus und der Wachstumsmarkt Russland erhöhte den Umsatz. Aufgrund der schwächeren Nachfrage bereits während des Vorjahres war der Rückgang im Kernmarkt USA anfangs nicht so deutlich ausgeprägt, was sich im Verlauf des zweiten Quartals verstärkt hat.
Die Aktivität der Bauklebstoffe wies insgesamt ein gutes Umsatzwachstum aus, was darauf zurückzuführen ist, dass für Bauklebstoffe die Auswirkungen zeitverzögert zu spüren waren.
Ausblick
Forbo erwartet für das zweite Halbjahr eine Konjunkturverschlechterung. Der weitere Verlauf der COVID-19- Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Situation in den einzelnen Ländern und Kundensegmenten können nicht eingeschätzt werden. Obschon mittlerweile wieder alle Forbo-Standorte – wenn auch teilweise limitiert – operativ sind, können weitere Einschränkungen nicht ausgeschlossen werden. In den schwer betroffenen und für Forbo wichtigen Kernmärkten wie USA und Großbritannien ist zurzeit eine Markterholung noch nicht absehbar.
Aufgrund der Unberechenbarkeit der aktuellen Umstände ist es schwierig, einen Ausblick auf die nächsten Monate zu geben.

