GD Holz: Moderate Umsatzsteigerung beim Deutschen Holzhandel
Der deutsche Holzhandel hat das Jahr 2025 mit einem leichten Umsatzplus von 3 Prozent abgeschlossen. Trotz dieser positiven Zahl spricht der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) jedoch nicht von einer Trendwende. Vielmehr zeige das Ergebnis eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau und keinen echten Marktaufschwung. Dies geht aus dem aktuellen Betriebsvergleich des Verbandes hervor.
Konsolidierungsphase nach zwei schwachen Jahren
Der Verband verweist insbesondere auf den Basiseffekt: 2024 lagen die Umsätze 5 Prozent unter dem Vorjahr, 2023 hatte die Branche im ersten Jahr nach den Corona-Effekten sogar einen Rückgang von 15 Prozent verzeichnen müssen. Vor diesem Hintergrund sei das Jahr 2025 vor allem eine Phase der Konsolidierung gewesen. Überraschend stark zeigte sich der Dezember, der mit zweistelligem Wachstum einen unerwartet kräftigen Schlussspurt brachte.
Belastungsfaktoren prägen das Marktumfeld
Die Branchenentwicklung bleibt weiterhin von deutlichen Herausforderungen geprägt. Rückläufige Baufertigstellungen, die spürbare Konsumzurückhaltung im Endkundenbereich sowie das insgesamt unsichere wirtschaftliche Umfeld belasteten die Nachfrage. Hinzu kamen steigende Kosten, die das Geschäftsjahr zusätzlich erschwerten.
Hobelwaren und Schnittholz im Plus
Innerhalb der Sortimentsschwerpunkte verzeichneten Hobelwaren mit +7 Prozent und Schnittholz mit +5 Prozent überdurchschnittliche Zuwächse. Die übrigen Sortimentsbereiche entwickelten sich laut Verband weitgehend durchschnittlich.
Verhaltener Blick auf 2026
Für das laufende Jahr 2026 erwartet die Mehrheit der Unternehmen eine weitere Marktstabilisierung – jedoch keinen grundlegenden Aufbruch. Rund zwei Drittel der Teilnehmer am GD-Holz-Betriebsvergleich rechnen mit gleichbleibenden oder leicht steigenden Umsätzen. Dabei zeigt sich der Holzgroßhandel etwas optimistischer als der Holzeinzelhandel. Die leichte Belebung bei Baugenehmigungen sowie das Infrastrukturprogramm der Bundesregierung könnten zwar Impulse setzen, doch bleibt laut Verband abzuwarten, wie stark der Holzhandel davon profitieren kann.

