GD Holz: Klare Haltung zu Russland-Sanktionen
Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) positionierte sich in einer Pressemeldung nochmals eindeutig gegenüber möglichen Sanktionsverstößen bei Holz und Holzprodukten aus Russland: Demzufolge steht der Verband uneingeschränkt hinter den Sanktionsbeschlüssen der Europäischen Union vom Juni 2022 und unterstützt alle Maßnahmen, die eine konsequente Umsetzung sicherstellen. Intern hat der Verband dazu seine Mitgliedsunternehmen – ebenso wie der ETTF auf europäischer Ebene – mehrfach darauf hingewiesen, ausschließlich legale Ware zu handeln und Produkte aus möglicher Sanktionsumgehung weder zu importieren noch zu vertreiben.
Sanktionen stärker überwachen
Aus Sicht von GD Holz und ETTF seien die nationalen und europäischen Behörden gefordert, die Einhaltung der Sanktionen konsequent zu überwachen und Verstöße entsprechend zu ahnden. Der GD Holz hatte sich bereits im Jahr 2023 öffentlich positioniert und sich außerdem mit der Forderung, die Kontrolle der Sanktionen zu intensivieren, an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gewandt. Zudem wurde angeregt, auch Produkte, die aus russischen Vormaterialien in Drittstaaten hergestellt wurden, in den Geltungsbereich der Sanktionen aufzunehmen – analog zur bestehenden Regelung im Stahlsektor. Eine entsprechende Forderung wurde auch über den europäischen Holzhandelsverband ETTF an die EU-Kommission in Brüssel übermittelt. Anfang 2025 haben sich GD Holz und ETTF erneut für eine Verschärfung der Sanktionen beim Ständigen Vertreter Deutschlands bei der EU eingesetzt. Hintergrund dieser Initiative seien Hinweise gewesen, dass Holzprodukte aus russischen Vormaterialien in Drittstaaten produziert werden und anschließend in den europäischen Binnenmarkt gelangten.

