12.12.2024 | Verbände / Institute / Organisationen Seite 28 in Ausgabe 1/2025

GD Holz: Kohlenstoffspeicher Holz

Der deutsche Wald gibt mehr CO₂ ab als er speichert und ist damit laut Bundeswaldinventur 2022 zu einer Kohlenstoffquelle geworden. Bedingt durch die Schäden von Trockenheit und Borkenkäfer weist er nun erstmals eine negative Kohlenstoffspeicherbilanz aus. Ändert dies etwas an seiner klimaschützenden Funktion? »Nein«, betont der Vorstandsvorsitzende des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel (GD Holz), Maximilian Habisreutinger, in einer Pressemitteilung des Verbandes (11/24): »Die einzigartige Fähigkeit, mit Photosynthese Kohlenstoff zu binden, macht Holz als wichtigsten nachwachsenden Rohstoff in Deutschland unverzichtbar.« 

Kohlenstoffspeicherorte schaffen
»Mehr noch müssen wir die Speicherfähigkeit des Waldes durch klimagerechten Umbau mit jungen Bäumen und resistenteren Arten weiter erhöhen. Denn junge Bäume haben eine höhere Kohlenstoffspeicherfunktion als die mittlerweile im Durchschnitt 82 Jahre alten Bäume«, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Der Anteil von jungen Bäumen sei seit der letzten Bundeswaldinventur zwar um rund 3 Mio. Hektar und damit um sechs Prozentpunkte angestiegen, die Nutzung müsse jedoch verstärkt und weiter ausgebaut werden. 
Die damit einhergehende hohe Kohlenstoffbindung gelte es in langlebige Holzprodukte dauerhaft zu speichern. Habisreutinger unterstreicht: »Mit dem modernen Holzbau sind wir mittlerweile in der Lage, nicht nur herkömmliche Baustoffe mit hohem Energieverbrauch zu ersetzen. Mit der zusätzlichen Einlagerung in Holzprodukte schaffen wir weitere Kohlenstoffspeicherorte gegen den Klimawandel.«

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