26.02.2015 | Verlegewerkstoffe / Estrich / Technik Seite 83 in Ausgabe 3/2015

GEV: »Emicode« – über 100 Hersteller ­nehmen teil

Der »Emicode« hat die magische Schallmauer durchbrochen. Seit kurzem lassen insgesamt 102 Unternehmen ihre Bauwerkstoffe getreu dem standardisierten Verfahren überprüfen und als »sehr emissionsarm« (»EC1« oder »EC1 Plus«) zertifizieren. Als 100. Unternehmen schloss sich die belgische NV Muylle Facon SA der Zertifizierungsorganisation GEV an. Die GEV vergibt die Zertifizierungslizenzen nach vorangegangener Prüfung durch unabhängige Analyselabors.

Anfang November 2014 schloss sich die Schweizer Feyco AG als 99. Mitglied an, wenige Tage später folgte NV Muylle Facon SA als 100. Mitglied nach. Noch im selben Monat traten auch die Intoplan GmbH Bauchemie (Deutschland, 101. Mitglied) und die Spray-Lock, Inc. (Tennessee/USA, 102. Mitglied) der GEV bei.

Das auf schnelle Lösungen im Bereich der Fußbodentechnik spezialisierte US-amerikanische Unternehmen Spray-Lock ist zugleich der erste Hersteller aus den Vereinigten Staaten, der sich dem »Emicode« verschrieben hat.

Nationale und inter­nationale Mitglieder pari
Damit haben sich zugleich die Kräfteverhältnisse verschoben. Stellte Deutschland bislang mit großer Dominanz die Mehrzahl aller Mitgliedsunternehmen, so hat die Bedeutung des »Emicode« auf internationalem Parkett mittlerweile ein Pari erreicht. Exakt 51 in Deutschland beheimatete Unternehmen zertifizieren ihre Produkte mit dem »Emicode« und genau dieselbe Zahl stammt aus dem Ausland. Diese Entwicklung korreliert zugleich mit dem weltweit wachsenden Bedürfnis an verlässlichen Umweltaussagen zu Inhaltsstoffen und dem Emissionsverhalten von Bauprodukten. Diese sind unerlässlich, wenn Produkte in Objekten verarbeitet werden, die als nachhaltig zertifiziert werden sollen.

Mehr als 3900 verschiedene Bauprodukte und Technologien sind gemäß »Emicode«-Vorgaben als »sehr emis­sions­arm« ausgewiesen. Die Bandbreite reicht von Est­richen über Fußboden­kleb­stoffe bis hin zu Wand­spach­teln, lösemittelfreien Bitumenabdichtungen, Wärme­dämmver­bund­syste­men oder Fensterabdichtungssystemen.

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