14.06.2017 | Verlegewerkstoffe / Estrich / Technik Seite 11 in Ausgabe 6-7/2017

GEV: Gemeinschaft feiert 20-jähriges Bestehen

Seit genau 20 Jahren leistet sie einen wichtigen Beitrag zu Wohngesundheit und nachhaltigem Bauen – die in Düsseldorf ansässige GEV (Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V.) hat einen stolzen Grund, ihr Jubiläum zu feiern. Mit dem »Emicode« schuf der Zusammenschluss ein System, durch das weltweit die emissionsärmsten Bauprodukte erfolgreich geprüft und zerti­fiziert werden können. Am Markt kommt das Label so gut an, dass es fortlaufend neue Produkte, Technolo­gien und Länder erschließt. So stimmt die Chemie sowohl beim Bauen und ­Wohnen als auch zwischen den zahlreichen Mitgliedern und Unterstützern der GEV aus den unterschiedlichsten Branchen der Baustoff­industrie.

Größtmögliche Sicherheit vor Raumluftbelastungen, langfristiger Gesundheitsschutz und hohe Umweltverträglichkeit – dafür steht das »Emi­code«-Siegel auf bauchemischen Produkten. Vor genau 20 Jahren gründeten Hersteller von Bodenbelagsklebstoffen die GEV und schufen das Label.Am 24. Februar 1997 schlossen sich namhafte deutsche Hersteller von Bodenbelagsklebstoffen zusammen. In der Folge entwickelten sie den »Emicode«. Damit füllten sie eine wichtige Lücke: Schutzanforderungen für Verlegewerkstoffe stellt das System nicht nur in Bezug auf Verarbeiter, sondern primär für Verbraucher und Umwelt. Endlich gab es hinsichtlich Wohngesundheit und Nachhaltigkeit einen Wegweiser für emissions­arme Produkte.

Das Zertifizierungssystem ist noch mal ungleich strenger als alle bisherigen Verfahren. Auf dem Prüfstand stehen neben Kurz- auch Langzeit­emissionen sehr geringer VOC-Mengen. Welche Entwicklung der »Emicode« nahm, übertraf alle Er­wartungen seiner Gründer.

Emissionsgrenzwerte setzen Standards
GEV-Vorsitzender Stefan Neuberger: »Stolz blicken wir auf das bisher Erreichte zurück. In 20 Jahren ent­wickelte sich der ›Emicode‹ zu einem der be­deutendsten Verbraucherschutz- und Umweltsiegel der Branche und etablierte sich über kontinentale Grenzen hinweg. Seine Emissions­grenz­werte setzen aktuell anspruchsvollste Standards am Markt. Mit dem Label bieten wir einen wettbewerbsneutralen, von unabhängigen Sachverständigen und Analyselaboren geprüften Maßstab für das Emis­sions­verhalten von Bau­produkten. Im Unterschied zu anderen Zertifizierungssystemen für Gesundheits- und Umweltverträglichkeit gehen wir durch Stichprobenüberwachung sicher, dass einmal zertifizierte ­Fabrikate den Vorgaben entsprechen. Damit können sich Branche und Auftrag­geber fest auf den ›Emicode‹ verlassen, was auch der Rückgang an Re­kla­ma­tionen zeigt.«

Auf Drängen des Marktes erweiterte sich der Geltungsbereich, der sich ursprünglich auf Fußbodenverlegewerkstoffe konzen­trierte, auf zahlreiche bau­chemische Produkte für nahe­zu den gesamten Innenausbau. Unter Berücksichtigung ihrer jeweils spezifischen Besonderheiten erschließt der »Emicode« neue Produktgruppen. Aktuell zählt die GEV 124 Mitgliedsunternehmen, etwa die Hälfte davon aus dem Ausland. Mehr als 5000 Produkte sind durch das Verfahren zertifiziert – Tendenz steigend.

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