01.05.2016 | Verlegewerkstoffe / Estrich / Technik Seite 88 in Ausgabe 5/2016

GEV: Neue Broschüre ­für mehr Planungs­sicherheit

Welche Baustoffe sind wirklich wohngesund und nachhaltig? Vor dieser Frage ­stehen Architekten und Planer zunehmend. Einen wertvollen Beitrag für mehr Sicher­heit bei der Auswahl emis­sionsarmer bauchemischer Produkte leistet die GEV (Gemeinschaft Emis­sionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V.) durch das Umweltsiegel »Emicode«. Mit der neuen Broschüre »Grünes Bauen mit Emicode – emissionsarme Produkte« fasst die GEV übersichtlich die Vorteile dieser Zertifizierung zusammen.

Für Architekten und Planer bietet die GEV mit der Broschüre »Grünes Bauen mit Emicode – emissions­arme ­Produkte« einen übersicht­lichen Leitfaden.Im Vorwort schreibt Gerhard Zach, Präsident des Verbandes Deutscher Ar­chitekten (VDA), über die He­rausforderungen im täg­lichen Planungsgeschäft: »Für den Architekten sind die Ansprüche ohne neu­trale, leicht lesbare und rechts­sichere Hilfestellung nicht erfüllbar. Hier hilft der ›Emicode‹. Er berät, sichert perfektes, nachhaltiges, grünes Bauen und gibt verläss­liche Auskunft für alle Baustoffe.« Auf 24 Seiten zeigt die neue GEV-Broschüre die Verwendung und die hohen Standards des Umweltsiegels, das mit seinen drei Klassen »EC 1 Plus«, »EC 1« und »EC 2« international anerkannt ist. Für Architekten und Planer ist das Label eine wichtige Orientierungshilfe. Denn über Landesgrenzen hinweg erfüllen die mit »EC 1« und »EC 1 Plus« zer­tifizierten Produkte aktuell die höchsten Anforderungen an VOC-Emissionen. Dies bestätigen eine Vergleichsstudie des unabhängigen Analyse-Instituts Eurofins Product Testing A/S und die Zeitschrift Öko-Test. Die Broschüre steht auf der Website www.emicode.com zum Download bereit.

Mehr als 4000 Produkte zertifiziert
Ursprünglich für Fußbodenverlegewerkstoffe gegründet, gehören mittlerweile zahlreiche bauchemische Produkte im Hochbau zum Geltungsbereich des »Emicode«. Auch dadurch dient das Siegel Architekten und Planern als roter Faden beim grünen Bauen. Sinnvoll adap­tiert, erschließt das Siegel ständig neue Produktsparten und Technologien.

Nach einem standardisierten Prüfungsverfahren werden auf Antrag Produkte von unabhängigen Analyselaboren untersucht und bei positivem Ergebnis von der GEV mit dem Umweltsiegel zertifiziert. Die Einteilung in die jeweilige Klasse wird anhand der VOC-Menge bemessen. Zusätzliche Sicherheit bringen regelmäßige Stichprobenkontrollen.

Aktuell zählt die GEV über 100 Hersteller, etwa die Hälfte davon mit Hauptsitz im Ausland. Mehr als 4000 Produkte sind mittlerweile durch das »Emicode«-Verfahren zertifiziert – Tendenz steigend.

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