»Heimtextil 2023«: »Textiles Matter« nimmt Kreislaufwirtschaft in den Fokus
Mit »Textiles Matter« will die »Heimtextil 2023« Maß-stäbe für die zukunftsorientierte und nachhaltige textile Einrichtung von morgen setzen. Dabei steht die Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt. Aus dem Flemings Hotel Riverside Frankfurt präsentierte Marta Giralt Dunjó von der Zukunftsforschungsagentur FranklinTill (Großbritannien) die Design-Prognose 23/24. Auf der »Heimtextil« sollen die Inszenierungen progressiver Neuheiten im »Trend Space« Impulse setzen.
Das internationale Publikum kommt an den Heimtextil-Trends nicht vorbei. Mit geballtem Analyse- und Fachwissen untersucht der »Trend Council« der »Heimtextil«, bestehend aus dem Studio FranklinTill (London), dem Stijlinstituut Amsterdam und der dänischen Agentur Spott Trends & Business, die Zukunft für den nationalen und internationalen Markt. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft stehen dabei so stark wie nie zuvor im Fokus und setzen den Trend für die Saison 23/24. »Wir freuen uns, mit der ›Heimtextil Trend Preview 23/24‹ einen Ausblick auf die Zukunft der textilen Einrichtung zu geben und eine Orientierung zu bieten. Damit zeigen wir Möglichkeiten und Lösungen auf, die Branche in eine nachhaltige Zukunft zu begleiten«, sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt.
Verantwortung tragen
Textilien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. So vielfältig die Ansprüche der Nutzer sind, so vielfältig sind auch die Einsatzzwecke der Materialien und ihre Herstellung. Dies stellt die internationale Industrie vor eine große Herausforderung. Die Textilindustrie bezieht ihre Rohstoffe aus einer Vielzahl von Quellen und nutzt zahlreiche Verfahren zur Herstellung einer unendlichen Vielfalt von Produkten. Dies bietet großes Potenzial für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Textilindustrie. Die Heimtextil-Trends zeigen Möglichkeiten auf, dieses Potenzial zu nutzen und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Unter dem Motto »Textiles Matter« werden Ansätze der Kreislaufwirtschaft vorgestellt, die dem Markt Impulse für eine nachhaltige Entwicklung liefern.
»In Anbetracht des ökologischen Notstands, in dem wir uns derzeit befinden, steht die Textilindustrie in der Verantwortung, ihre Prozesse zu überprüfen und zum Besseren zu verändern. Aus diesem Grund verfolgen wir bei dieser Ausgabe der ›Heimtextil‹ einen materialorientierten Ansatz und konzentrieren uns auf die Beschaffung, das Design und die Nachhaltigkeit von Materialien. ›Textiles Matter‹ zeigt das Potenzial der Kreislaufwirtschaft auf und würdigt Designinitiativen, die schön, relevant und vor allem nachhaltig sind«, erklärt Marta Giralt Dunjó.
Die kommende »Heimtextil 2023« stellt im »Trend Space« Ideen und Lösungsansätze der textilen Kreislaufwirtschaft vor. Wie werden Textilien nachhaltig produziert? Welche Möglichkeiten der Wiederverwertung gibt es? Wie sieht optimales Recycling textiler Produkte aus? Im Rahmen der Kreislaufwirtschaft werden Materialien immer wieder einem Nutzungskreislauf hinzugefügt. Somit verringert sich auf der einen Seite der Bedarf an neuen Rohstoffen und auf der anderen Seite die Produktion von Abfall. Anorganische Materialien wie Nylon, Polyester, Kunststoffe oder Metalle können im technischen Kreislauf ohne Qualitätsverlust recycelt und wiederverwendet werden. Organische Materialien wie Leinen oder Bast werden im biologischen Kreislauf wieder in die Natur zurückgeführt. Die vier Trend-Themen »Make and Remake«, »Continuous«, »From Earth« und »Nature En-gineered« leiten sich daraus ab.
Die nachhaltigen und zukunftsweisenden Trends werden im »Trend Space« der »Heimtextil« vom 10. bis 13. Ja-nuar 2023 in Frankfurt systemisch inszeniert und bilden das Herzstück der Fachmesse.


