26.04.2015 | Boden / Zubehör Seite 11 in Ausgabe 5/2015

Interface: Deutschland: Lieber Einzel- als Großraumbüros

Unter der Leitung des Organisationspsychologen Professor Sir Cary Cooper hat Interface seinen Human- Spaces-Report nun von einer europäischen auf eine globale Ebene ausgeweitet. Insgesamt wurden 7600 Büro­angestellte in 16 Ländern befragt, welche Auswirkungen die physische ­Arbeitsumgebung auf ihr Wohlbefinden hat. Die Studie zeigt: Im europäischen Vergleich zählen deutsche Büroangestellte zu den zufriedensten. 69 Prozent der in Deutschland Befragten gaben zudem an, dass ihr Arbeitsplatz ausreichend Licht und Raum bietet.

»Die Studie soll Unternehmen dazu befähigen, einen Zusammenhang zwischen der physischen Arbeitsumgebung und der Leistung von Mitarbeitern herzustellen«, kommentiert Cooper die Ergebnisse.

Mit 59 Prozent liegt Deutschland bei den Büroangestellten weltweit an der Spitze, wenn es um die Affinität zu Einzelbüros in Zusammenhang mit Leistungsfähigkeit und Produktivität geht. Für Großraumbüros sprachen sich 20 Prozent der deutschen Befragten aus, weltweit sind es dagegen durchschnittlich 39 Prozent.

44 Prozent der Befragten gaben an, dass natürliches Tageslicht das wichtigste Element am Arbeitsplatz ist. Auch echte Grünpflanzen (20 Prozent) und eine ruhige Arbeitsumgebung (19 Prozent) bestimmen maßgeblich den Wohlfühlfaktor von Büroangestellten mit. Zudem dürfen der Blick in die Natur (17 Prozent) und ­bunte, kräftige Farben nicht fehlen. Für die Deutschen ist hingegen eine ruhige Arbeitsumgebung (28 Prozent) deutlich wichtiger als echte Grünpflanzen (20 Prozent).

»Was wir auf jeden Fall benötigen, ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung traditioneller Büroräume«, sagt Chip DeGrace, Executive Creative Director bei Interface. »Es ist klar zu erkennen, dass Arbeitsumgebungen mit natürlichen Elementen zu einem höheren Grad an Wohlbefinden und Produktivität führen – eine wichtige Überlegung für alle Unternehmen hinsichtlich ihrer Verantwortung den ­eigenen Mitarbeitern gegenüber.«

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