Interface: Guide zum Thema »Life-Centered Design«
Laut EU-Kommission werden über 80 Prozent aller produktbezogenen Umweltauswirkungen allein in den Designphasen vorbestimmt. Angesichts dessen hat Interface in Zusammenarbeit mit dem britischen Designbüro Oliver Heath Design nun Aspekte, Erkenntnisse und Beispiele zum »Life-Centered Design« in einem Guide zusammengestellt. Aufgezeigt wird, wie Architekten und Designer die Komplexität und Wechselseitigkeit ökologischer Systeme bereits in der Art und Weise, wie sie planen, entwerfen und konstruieren, mit einbeziehen können.
Ganzheitliche Betrachtung
Bisher waren Gestaltungskonzepte häufig auf Ästhetik, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Menschen ausgelegt, während der Einfluss von Design auf die Umwelt meist separat betrachtet wurde. Im Gegensatz dazu betrachtet »Life-Centered Design« nun die vom Menschen gestaltete Umwelt ganzheitlich und untersucht, wie sich der Designprozess positiv auf die Biosphäre auswirken kann – ohne dabei andere Designansätze wie das »Biophilic Design« oder das »Human-Centered Design« auszuschließen. Mit diesem umfassenden Ansatz unterstützt Interface dabei, bereits bei der Planung über die Bedürfnisse der Menschen, die die Gebäude nutzen, hinauszudenken und die Auswirkungen von Bauprojekten auf alle Lebensformen zu berücksichtigen.
Einfluss auf Bauvorhaben
Um einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Umwelt zu leisten, sollten demnach die Wechselwirkungen zwischen Innenräumen, Gebäuden, Standorten und deren Umgebung berücksichtigt werden und auch, wie jedes dieser Elemente zur Gesundheit der gesamten Stadtstruktur und darüber hinaus beiträgt. Die im »Design Guide« vorgestellten Projekte zeigen, dass eine frühzeitige Berücksichtigung dieser Zusammenhänge mehrfach wertschöpfend ist: Sie schaffen durch naturbasierte Lösungen eine größere Resilienz gegenüber dem Klimawandel, schützen sowie fördern die Biodiversität und gewährleisten Bewohnern einen besseren Zugang zu Grünflächen.

