Interface: Neue Mission »Climate Take Back«
Bereits vor über 20 Jahren hat Interface mit der »Mission Zero« das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2020 zum Zwecke der Nachhaltigkeit alle negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden. Dies beinhaltet die Senkung der Treibhausemissionen, die Reduzierung des Wasserverbrauchs, den Einsatz erneuerbarer Energien in den Fertigungsstätten, die Verwendung recycleter oder biobasierter Rohmaterialien sowie die Senkung des durchschnittlichen CO₂-Fußabdrucks der Produkte. Es folgten zahlreiche Produkt- und Dienstleistungsentwicklungen, durch die die Kernziele der »Mission Zero« bis zum nahenden Stichjahr erfüllt werden sollen.
Nun verkündet Interface seine neue Nachhaltigkeitsmission »Climate Take Back«. Sie basiert auf der ursprünglichen Vision des Firmengründers Ray Anderson und ist deren konsequente Weiterentwicklung. Die neue Mission sucht nach Lösungen, den Klimawandel rückgängig zu machen. Dazu hat Interface die vier Leitsätze »Live Zero«, »Love Carbon«, »Let Nature Cool« und »Lead Industrial Rerevolution« formuliert. Sie besagen, dass das Unternehmen nur das nutzt, was es auch ersetzen kann, Kohlenstoff als Ressource versteht und als Grundbaustein einsetzt, die Funktionsweisen der Natur nachahmt und somit ihre Leistungsfähigkeit zur Abkühlung der Atmosphäre wiederherstellt sowie neue Geschäftsmodelle kreiert, die Veränderung vorantreiben.
Erste Teppichfliese mit negativem CO₂-Fußabdruck
Als Meilenstein der »Climate Take Back«-Mission hat Interface mit »Proof Positive« jüngst den weltweit ersten Teppichfliesen-Prototypen vorgestellt, der dank eines neuartigen Materials einen negativen CO₂-Fußabdruck aufweist. Für die Teppichfliese hat sich Interface pflanzlichen Kohlenstoff zunutze gemacht und daraus ein langlebiges, strapazierfähiges Material geschaffen, das das inhärente Kohlenstoffdioxid langfristig speichert. Mit einer CO₂-Emission von weniger als –2 Kilogramm pro produziertem Quadratmeter beweist die Konzeptfliese, dass es möglich ist, mehr Kohlenstoffdioxid in Produkten zu speichern, als während ihrer Herstellung in die Atmosphäre abgegeben wird. Dabei ist das Material recyclebar, sodass das CO₂ mithilfe des »ReEntry«-Programms im geschlossenen Produktkreislauf von Interface verbleibt, statt sich negativ auf das Klima auszuwirken.

