Katja Krater: Was nehmen Sie sich vor… für 2020?
Der Erfolgsfaktor ist die eigene Persönlichkeit.
Obwohl wir uns in hektischen und bewegten Zeiten befinden, ist es dem Menschen zu eigen, sich selbst am Jahreswechsel einer persönlichen Standortbestimmung zu unterziehen. Wie sind die Dinge im vergangenen Jahr gelaufen? Wie sollen sie unter neuen Bedingungen im aktuellen Jahr vorangehen? Die Vertriebsseite hat häufig schon ihre Zielsetzung bekommen, und nun geht es daran, diese neuen Parameter in eine positive Handlungsmotivation zu übersetzen. Dies gelingt aus psychologischer Sicht besser, wenn wir uns mit den von außen gesetzten Zielen identifizieren. Diese also in unserem Innern integrieren. Doch wie geht das, wenn die geplante Unterstützung vom Arbeitgeber nicht gewährt wird oder die Zielsetzung aus der Sicht des Emp-fängers einfach unrealistisch ist?
Ein Weg, sich aus dem oben genannten Dilemma zu befreien, besteht darin, sich unabhängig vom Tagesgeschäft der Erfolgsfaktoren im Beruf bewusst zu werden. Diese liegen in der Fachkompetenz und zum Weiteren in der Persönlichkeit. Die Fachkompetenz sollte sich kontinuierlich verbessern, was sich in Form von Weiterbildungen äußert und auch in der Fähigkeit, seinen vertrieblichen Ansatz an die aktuellen Gegebenheiten anpassen zu können. Das klingt soweit banal.
Eine Überprüfung, ob ich als Person mich mit meiner fachlichen Kompetenz gut entwickelt habe, könnte sich darin äußern, dass ich nachhaltige Geschäftsbeziehungen entwickelt habe, stabile Preise in den Verhandlungen erreiche, mich innerlich distanzieren und meine Unabhängigkeit erleben kann. So wird aus banal kompetent.
Der Erfolgsfaktor Persönlichkeit hingegen wird häufig in seiner Wirkung unterschätzt. Die Unternehmensführung blendet oft aus, wie stark sich die eigene Unternehmerpersönlichkeit auf die Entscheidungen und Handlungen und damit auf den Unternehmenserfolg auswirken. Dieser gedankliche Fehler wird zudem auf den Mitarbeiter übertragen und damit die Persönlichkeit der Mitarbeiter nicht richtig eingesetzt. Dies führt in der Konsequenz dazu, dass Mitarbeiter ihr Potenzial nicht abrufen können.
Auf Seiten der Mitarbeiter wird die eigene Persönlichkeit oft als gegeben hingenommen und in berufliche Entscheidungen nicht richtig integriert. Die Frage, ob sich jemand selbstständig machen sollte oder angestellt arbeitet, ist vornehmlich mit dem Wissen um die Persönlichkeitseigenschaften zu beantworten. Auch die Entscheidung, in einem internationalen Konzern oder eher in mittelständischen Strukturen erfolgreich sein zu können. Neue Herausforderungen sollten immer mit den Möglichkeiten und Begrenzungen der eigenen Persönlichkeit betrachtet werden. Die Persönlichkeit ist keine statische Größe, sondern kann durch gezielte Maßnahmen verändert werden. Die Arbeit an der Persönlichkeit kann spannend und lohnend sein, denn hier sind tiefgreifende Erkenntnisse möglich. Diese führen in Folge zu einem anderen Blickwinkel. Damit wird ein neuer Weg möglich.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2020!
Katja Krater

