Keim: Facelift mit der Farbpalette von Le Corbusier
Das Hamburger Hotel »Wedina« erstrahlt nach der Renovierung mit Keim-Farben in neuem Glanz.
Das Hamburger Hotel »Wedina« hat ein umfassendes Facelift erhalten, bei dem Farbe eine zentrale Rolle spielte. Die Fassade macht nun in leuchtendem Rot auf sich aufmerksam und jedes Zimmer zeigt sich in einem anderen, meist sehr kräftigen Ton. Architekt Dirk Michel vertraute dabei auf die ausgewogene Farbpalette des bedeutenden Architekten Le Corbusier, die der Hersteller Keim in mineralischer Qualität liefert.
Das Haus im Hamburger Stadtteil St. Georg strahlt Individualität aus. Es verteilt sich auf mehrere Gebäude, teils Alt-, teils Neubauten, sodass kaum ein Zimmer dem anderen gleicht. Bei der Sanierung des Haupthauses war es wichtig, das Flair des Eigenwilligen fortzuschreiben und zu betonen. Architekt Dirk Michel setzte dabei auf das Thema Farbe.
Verfeinerte Fassade
Nach dem Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems präsentiert sich die Fassade jetzt vollflächig in zwei leuchtenden Rottönen. Dies geschah auf Wunsch des Denkmalamtes, um den Parzellenrhythmus der Straße wiederherzustellen. Um dennoch eine gewisse Zusammengehörigkeit anzuzeigen, ähneln sich die beiden Farbtöne – zwei Nuancen von Rot – und die Faschen des einen Hauses sind jeweils im Rotton des anderen Hauses gestrichen. Das höhere der beiden Häuser bekam den Ton »4320A«, ein feuriges Zinnoberrot, während das andere in »32090« gestrichen wurde, einem etwas dunkleren, tieferen Rot. Seit kurzem liefert Keim die Kollektion unter dem Namen »polyChro-extérieur« als Fassadenfarbe in mineralischer Qualität, was gerade bei hochgesättigten Tönen von Vorteil ist. Durch den Einsatz anorganischer Pigmente sind die Mineralfarben von Keim außerordentlich lichtecht und verblassen nicht.
Der Architekt nutzte die Sanierung zudem, um der Fassade eine stärkere Plastizität zu geben. Die Faschen stehen ein paar Zentimeter aus der Wandebene heraus und die Fenster werden von einer umlaufenden anthrazitfarbenen Holzwerkstoffzarge eingefasst, die ein weiteres Stück vorspringt. Dadurch gewinnen die Fenster an Tiefe und auf der Fassade entsteht insgesamt ein lebendiges Spiel von Licht und Schatten, das mit den detailreichen, stärker reliefierten Altbauten der Umgebung korrespondiert.
Farbintensives Interieur
Auch das Innere des Gebäudes hat sich stark verändert. Dirk Michel hat die Vielfalt der Zimmer zusätzlich hervorgehoben, indem er jedem Zimmer eine andere Farbe gab. Auch hierfür bediente er sich der Palette Le Corbusiers, allerdings kamen hier die mineralischen Innenraumfarben »polyChro-intérieur« von Keim zum
Einsatz. Nachdem die Wände verputzt, glatt gespachtelt und geschliffen waren, erhielten sie ihren Anstrich. Auf der Beletage und in den Zimmern, die bis unters Dach reichen, finden sich dunklere Töne, während die kleineren Zimmer mit helleren Farben gestaltet sind. Michel gab dabei stets den satten, kraftvollen Tönen wie einem Rubinrot oder einem Sonnenblumengelb den Vorzug. Weil die jeweilige Farbe nicht nur alle Wände, sondern auch die Heizkörperbekleidungen bedeckt, prägt sie den Raumeindruck maßgeblich, zumal die Wände von einer indirekten Beleuchtung effektvoll in Streiflicht getaucht werden.

