11.06.2025 | Wand / Fassade Seite 106 in Ausgabe 4/2025

Knauf: Gips zurück in den Stoffkreislauf

Um das Bauen mit Gips noch nachhaltiger zu machen und die Kreislaufwirtschaft zu stärken, hat Knauf begonnen, ein bundesweites Rücknahmesystem für Gipsplattenabfälle aufzubauen. »GipsBack« heißt das System, das der Baustoffhersteller zusammen mit der GFR (Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen) entwickelt hat. Ziel des neuen Systems ist die unkomplizierte Rücknahme sortenreiner Gipsplattenabfälle auf der Baustelle und deren fachgerechtes Recycling. Mit der GFR hat Knauf dabei einen Partner an der Seite, der über eine langjährige Erfahrung im Bereich Rücknahme und Verwertung von Wertstoffen verfügt.

Geringer Aufwand
»GipsBack« ist denkbar einfach gestaltet und bietet eine effiziente und praktische Lösung, die den Aufwand für den Fachunternehmer auf der Baustelle so gering wie möglich hält. Die Gipsplattenabfälle aus Verschnitt oder Rückbau werden dabei sortenrein in »Big Bags« auf der Baustelle gesammelt. Diese werden vom Fachunternehmer telefonisch bestellt, innerhalb weniger Werktage von der GFR geliefert und nach dem Befüllen verschlossen. Nach dem Ausfüllen einer Herstellererklärung müssen die »Big Bags« nur noch abholgerecht auf der Baustelle positioniert sein, um dann zeitnah von der GFR abgeholt und zur fachgerechten Verwertung gebracht zu werden. Durch die Nummerierung der »Big Bags« ist die lückenlose Rückverfolgung des Materials gewährleistet und der Fachunternehmer erhält eine Bescheinigung zur erfolgten Verwertung. Bei Großprojekten mit größeren Mengen an Gipsplattenabfällen können anstelle der »Big Bags« auch Container über die GFR bestellt werden.

Gips-Recycling wird zunehmend wichtiger
Gips ist ein multirecyclingfähiger Rohstoff, das heißt, er lässt sich immer wieder in den Stoffkreislauf zurückführen und kann damit wirkungsvoll dazu beitragen, Ressourcen zu schonen. Derzeit wird noch knapp die Hälfte des in Deutschland benötigten Gipses in Form des sogenannten REA-Gipses als Nebenprodukt in der Rauchgasentschwefelung von Kohlekraftwerken gewonnen. Mit Beendigung der Kohleverstromung fällt diese Rohstoffquelle weg und der Gipsbedarf von deutschlandweit rund 10 Mio. Tonnen pro Jahr muss aus anderen Quellen kompensiert werden. Neben Naturgips kann dabei auch das Recycling eine wichtige Rolle spielen. Auch wenn sich die fehlende Menge an Gips bei weitem noch nicht durch Recycling decken lässt, wird Gips-Recycling als Rohstoff-Lieferant zunehmend wichtiger. Für Knauf ist ein noch stärkerer Ausbau der Kreislaufwirtschaft beim Gips ein wesentlicher Schritt zu mehr Nachhaltigkeit sowie zur langfristigen heimischen Rohstoffsicherung. Die Einführung des Rücknahmesystems »GipsBack« ist dabei ein erster relevanter Schritt in diese Richtung.

Praktisch und effizient: Beim neuen Knauf-Rücknahmesystem »GipsBack« wer... mehr

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