Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz: Jahresrückblick 2022
Das Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz hat für seine drei Verbände, den Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie (Heimtex), den Verband innenliegender Sicht- und Sonnenschutz (ViS) und den Fachverband Matratzen-Industrie, die Zahlen für das Jahr 2022 bekanntgegeben.
Die Hersteller von Heimtextilien konnten im Geschäftsjahr 2022 ein leichtes Umsatzplus von 3,6 Prozent erzielen und dabei von den positiven Ergebnissen der Sparten Textile Bodenbeläge (+9,6 Prozent) und Bettwaren (+2,9 Prozent) profitieren. Bei den textilen Bodenbelägen konnte das Exportgeschäft um 13,3 Prozent ausgeweitet werden, das Inlandsgeschäft zeigte ein Plus von 7,6 Prozent. Dies könnte als Signal dafür gelten, dass der Objektbereich, der in der Pandemie fast vollständig zum Erliegen kam, sich wieder erholt. Bei den Sparten Möbelbezugsstoffe (–4,9 Prozent) und Deko-/Gardinenstoffe (–12,7 Prozent) hingegen war die Kaufzurückhaltung der Verbraucher zu spüren.
Die Matratzenhersteller konnten das Geschäftsjahr 2022 mit einem vergleichsweise leichten Minus von 5,8 Prozent (Umsatz) und 5,7 Prozent (Absatz) abschließen.
Auch beim maßgefertigten innenliegenden Sicht- und Sonnenschutz wurde das Geschäftsjahr 2022 mit einem leichten Umsatzminus abgeschlossen; es lag bei 3,1 Prozent. Einziger Gewinner war die kleine, neu in die Statistik aufgenommene Produktgruppe Raff-/Faltrollos mit einem Zugewinn von 7,7 Prozent. Die anderen Produktgruppen haben sich negativ entwickelt. Die sonst starke Produktgruppe Insektenschutz musste mit –7,0 Prozent nicht unerhebliche Verluste hinnehmen, bei Plissee (–2,3 Prozent) und Wabenplissee (–1,8 Prozent) fiel das Minus moderater aus. Bei Doppelrollos war ein Umsatzminus von 11,2 Prozent zu beklagen, was aber mit Blick auf den geringen Marktanteil von 1,1 Prozent vernachlässigt werden kann.
In den weiteren Verlauf des Jahres 2023 blicken die drei Branchen vorsichtig optimistisch und mit gemischten Gefühlen. So sorgen die aktuell stabilen Energiekosten für etwas Entspannung am Markt, wohingegen Fracht- und Transportkosten vor allem in Deutschland und der EU deutlich anziehen.

