Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz: Umsätze 2020 bei Heimtextilien und Sonnenschutz
Die im Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz organisierten Unternehmen (Heimtex-Verband, ViS, Matratzenverband) waren 2020 starken Schwankungen unterworfen. Nach einem gutem Jahresauftakt führte der erste Lockdown jedoch zu erheblichen Umsatzeinbußen.
Während beim innenliegenden Sicht- und Sonnenschutz das Umsatzminus im zweiten Quartal mit rund 7 Prozent moderat ausfiel, gab der Umsatz bei Heimtextilien um rund 8 Prozent und bei Teppichboden um mehr als 30 Prozent nach. Die Produktionen wurden teilweise erheblich zurückgefahren und in nahezu jedem Betrieb Kurzarbeit in unterschiedlichem Umfang angemeldet, teils bis zu 90 Prozent.
Die durch den ausgefallenen Urlaub ersparten Beträge flossen nach der Öffnung der Geschäfte meist in die Wohnungs- und Garteneinrichtung. Das Gros der Unternehmen im Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz habe so von Nachholeffekten der Konsumenten profitieren und die Einbußen aus dem ersten Lockdown mit einem sehr starken dritten Quartal nahezu wettmachen können.
Beim innenliegenden Sicht- und Sonnenschutz waren Plissee/Wabenplissee 2020 die umsatzstärksten Produktgruppen, die sich zudem im Vergleich zu 2019 positiv entwickelten: Der Umsatz von Wabenplissee lag knapp unter 15 Prozent, der von Plissee bei rund 6 Prozent. Rollos und Jalousien zählten bei Absatz und Umsatz zu den Verlierern.
Über alle Produktgruppen hinweg konnte der Umsatz in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund 3 Prozent gesteigert werden. Bei den Heimtextilien zählen Bettwaren/Steppdecken im Inlandsgeschäft mit einem leichten Umsatzplus von rund 3 Prozent zu den Gewinnern, Teppichboden stand Ende 2020 wieder auf dem letzten Platz. Hier liegt das Minus im Vergleich zum Vorjahr bei rund 25 Prozent.
Das Exportgeschäft der Heimtextilien ist insgesamt um rund ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen.
Bei Dekostoffen sei ein neuer Trend erkennbar, denn dort haben erstmalig die Möbelstoffe anteilsmäßig überholt, während dies in den Vorjahren immer umgekehrt der Fall war. Dekostoffe konnten ihr Minus im Vergleich zu 2019 (–10 Prozent) um mehr als 3 Prozentpunkte verringern.

