19.02.2023 | Wand / Fassade Seite 67 in Ausgabe 2/2023

Lehmorange: Am Puls der Zeit

Mehr denn je werden aktuell Baustoffe unterschiedlichster Art und Herkunft auf den Prüfstand gestellt und hinsichtlich ihres nachhaltigen Lebenszyklus und ihrer Zukunfts­fähig­keit bewertet. Im Bereich des modernen Innenausbaus gelten Lehm­platten, wie auch das Unternehmen Lehmorange sie herstellt, als Baustoff am Puls der Zeit. Die viel­seitig einsetzbaren Platten bestehen aus dem natürlichen Material Lehm – einem Rohstoff, der in Deutschland heute und auch in Zukunft regional und in großen Mengen verfügbar ist. Zudem entsprechen Lehmplatten dem System der Kreislaufwirtschaft, denn sie lassen sich nach dem Rückbau vollständig recyceln.

Von der Herstellung über die ­Anlieferung bis zur Entsorgung oder Wiederverwertung: Baumaterialien werden heutzutage verstärkt mit Blick auf ihre voll­umfäng­liche Nachhaltigkeit bewertet. Denn einerseits verschärft der Gesetzgeber die Bestimmungen für energieeffizientes und emissionsarmes Bauen, andererseits wächst aufgrund der anhaltenden Klimadebatte der Druck auf die Bauwirtschaft mit ihrem nachweislich hohen Anteil am CO₂-Ausstoß. Großer Beliebtheit erfreuen sich in diesem Kontext Green-Building-Zertifizierungen wie beispielsweise DGNB oder BREEAM. Mit solchen Labels ausgezeichnet werden ausschließlich Gebäude, denen ein ökologisches, öko­nomisches, betriebliches und soziales Gesamtkonzept über den kompletten Lebenszyklus zugrunde liegt – von der initialen Planung bis hin zum Recycling einzelner Materialien oder des gesamten Objekts.
Zur Erfüllung dieser Anforderungen tragen Lehmplatten in hohem Maße bei. Hergestellt aus natürlichen Materialien wie Lehm und Sand, gelten sie als nachhaltiges Trockenbauelement für den gesamten Innenausbau – von der Dachdämmung bis zur Innenwandsanierung von Altbauten. Dabei überzeugen die Platten mit ihren guten bauphysikalischen Eigenschaften wie einem hohen Schall- und Wärmeschutz. Zudem sind sie vollkommen schadstofffrei, nicht brennbar und beugen Schimmelbildung effektiv vor. Ein weiterer Vorteil: Investoren und Architekten können mit dem Baustoff Lehm langfristig planen. Er lässt sich innerhalb Deutschlands nicht nur ­heute, sondern auch zukünftig in großen und qualitativ hochwertigen Mengen abbauen. Diese regionale Verfügbarkeit wirkt sich gleichzeitig positiv auf die CO₂-Bilanz des Baustoffs aus, weil lange Transportwege entfallen.

Nachhaltiger Kreislauf
Lehmplatten werden vollkommen automatisiert und unter Einsatz eines ­geringen Energieaufwands gefertigt. Im Falle eines Rückbaus können selbst größere Platteneinheiten kostengünstig und ohne großen Aufwand entsorgt werden, da es sich hierbei nicht um Son­dermüll handelt. Thomas Bader, Geschäftsführer der Ziegelwerke Leipfinger-Bader, zu denen Lehm­orange gehört: »Lehm ist reversibel und kann beliebig oft und ohne Verlust seiner Eigen­schaften wiederverwendet werden. Anstatt die Platten zu entsorgen, können sie beispielsweise auch geschreddert und zu Lehmpulver weiterverarbeitet werden. Ein Produkt, für das es wiederum vielfältige Einsatzmöglichkeiten gibt.« Damit bieten Lehm­platten Planern und Archi­tekten von der Rohstoffgewinnung bis zur Wiederverwertung eine sinnvolle Lösung für den Innenausbau, die die höchsten ökologischen und nachhaltigen Standards erfüllt.

Lehmplatten bestehen aus dem Natur­material Lehm – einem Rohstoff, der i... mehr
Von der Herstellung bis zur Wiederverwertung: Lehmplatten ent­sprechen d... mehr

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