22.11.2019 | Verlegewerkstoffe / Estrich / Technik Seite 88-89 in Ausgabe 12/2019

Mapei: Trendiger Lifestyle mit bayerischem Flair

Vom hochwertigen Bürogebäude zum noblen 4-Sterne-Plus-Hotel. Steigenberger hat in München eine ehemalige Firmenzentrale zu einem Top-Hotel gemacht.

Für das erste Münchner Steigenberger-Hotel im Stadtteil Schwabing haben die Innenarchitekten der Stuttgarter Geplan Design Planungsgesellschaft traditionelle bayerische Wohnkultur raffiniert mit modernem Lifestyle verwoben. »Unser Ansatz war, zeitloses Design mit einem gewissen Augenzwinkern zu kreieren, das den Ortsbezug erkennen lässt. Ganz wichtig dabei war uns das individuelle Storytelling, das im Interior-Design Begeisterung weckt und es mit Leben füllt«, so Innenarchitektin Stephanie Mehlhart, die als Projektleiterin mit Herzblut sogar ihr eigenes Dirndl zerlegt und das Muster für das Interior-Design weiterentwickelt hat. Kernige Materialien wie Natursteine aus den Alpen, gebürstete Eichenoberflächen, pures Kupferblech, Leder und Loden sind eine Reminiszenz an die bayerische Bodenständigkeit. Moderne Fertigungstechniken spielen auf den Technologiestandort München an: So werden etwa zweidimensionale Holzoberflächen in der Lobby zu prismenartigen Wandvertäfelungen, oder ein kunstvoll geflochtener Maschendrahtzaun, der weiß ummantelt an ein überdimensionales Spitzendeckchen erinnert, dient als Abtrennung zum Frühstücksbereich hin. Die bayerische Gemütlichkeit ist auch in den Gästezimmern zu Hause. Lederhose und Dirndl in stilisierter Form, als digitaler Code auf Holz, Stoff oder Glasoberflächen aufgebracht, lassen erkennen, wo man ist.

Teppichboden und Parkett
Bei den Bodenflächen haben die Innenarchitekten mit warmen und wohnlich anmutenden Materialien gearbeitet. Rund 8000 m² Parkett und 5000 m² Teppichboden hat die Firma Straehuber mit Mapei-Systemprodukten perfekt abgestimmt in den Räumlichkeiten verlegt.
Auf 1200 m² Fläche befinden sich imposante Meeting- und Konferenzräume mit ausgeklügelter Ton- und Lichttechnik und mit weichem, schallisolierendem Teppichboden in einem angenehmen Grau/Beige-Ton ausgestattet. Und auch in den Fluren der Hoteletagen trägt ein weicher, schallisolierender textiler Bodenbelag zu einer angenehmen und ruhigen Atmosphäre bei.
In beiden Bereichen wecken die textilen Bodenbeläge (gewollt) Assozia-tionen an trachtenmäßige Strickwaren: Die Teppichfliesen im Konferenzbereich, eine Schlingenware mit prägnanter 3-D-Grafikstruktur, ähnelt in der Anmutung einem floralen Strickmuster. Und die gewebte Bahnenware auf den Hotelfluren erinnert mit ihrer markanten Hochtief-Struktur an eine handgestrickte Trachtenweste.
In den Hotelzimmern und Suiten sorgen schöne Echtholzböden für Wohlgefühl und Entspannung. Und auch im Restaurant- und Barkomplex sowie der Wellnesslandschaft gestalten natürliche Massivholzdielen sowie perfekt verlegtes Fischgrätparkett das edle Ambiente mit bajuwarischer Gemütlichkeit. Die unterschiedlichen Bodenbeläge markieren harmonisch die Bereiche und schaffen barrierefreie Abgrenzungen.

Innendesign mit Lokalkolorit
Weltweit einzigartig ist der transparente Bierkristall – ein begehbarer »Bierraum« mit Kühl-Oase für regionale Biersorten, der auf den ersten Blick klarmacht, welcher Hauptdarsteller auf der Bühne des Hotels steht: Das Lieblingsgetränk der Bajuwaren wird in allen Bereichen des Hotels mit Lust und Freude bespielt. Die raffinierte Gastrowelt und selbst die Wellnesslandschaft im Stil einer Bier-Manufaktur mit einem Braukessel und einem überdimensionalen Bierfass geben viel Raum und Inspiration, um den Lifestyle der bayerischen Metropole mit allen Sinnen zu erleben. Dieser Stil setzt sich konsequent bis in die 292 Gästezimmer und Suiten fort – teilweise mit Panoramablick bis ins Alpenvorland.
Mit Materialien und gedeckten, erdigen Farben haben es die Innenarchitekten verstanden, der durch viel Glas und Transparenz kühl wirkenden Bestandsarchitektur die Strenge zu nehmen und eine Harmonie aus Offenheit und heimeliger Gemütlichkeit zu erschaffen. Das beeindruckende, 22 m hohe Foyer der Lobby erstreckt sich über sechs Etagen und besticht mit sehr viel Licht und Leichtigkeit.

Hochwertige Materialien – perfekte Ausführung
Mapei unterstützte den aufwendigen Steigenberger Hotelumbau in München mit Produkten für die Bodenaufbauten. Um den hohen Anforderungen des Hotels gerecht zu werden, mussten alle Produkte als »sehr emissionsarm« mit dem »Emicode EC1 plus« zertifiziert sein. Eine termingerechte Ausführung sowie die Sicherstellung des Supports vor Ort waren ebenfalls unerlässlich.
Zuerst wurden die rund 13000 m² Estrichflächen zur Herstellung einer einheitlichen Saugfähigkeit und Haftungsverbesserung der Spachtelmasse mit der Premium-Universalgrundierung »Eco Prim T Plus«, einer sehr emissions- und geruchsarmen sowie lösemittelfreien Acrylat-Dispersionsgrundierung, vorbehandelt. Auf diesen Untergrund wurde die Spachtelmasse »Ultraplan Eco Plus« in einer Mindestschichtdicke von 3 mm aufgetragen. Die schnelle Trocknung der Spachtelmasse kam dabei dem zügigen Baufortschritt entgegen. Anschließend wurden das Parkett sowie der Teppichboden als Bahnen- und Fliesenware mit den entsprechenden Mapei-Klebern direkt auf den Untergrund vollflächig verklebt bzw. fixiert. Die Parkettböden wurden mit »Ultrabond Eco S940 1K«, einem einkomponentigen SMP-Parkettklebstoff, vollflächig verklebt. Damit hatten die Bodenexperten von Straehuber eine schnelle und wirtschaftliche Verlegelösung gewählt, die gewährleistete, dass damit alle Parkettarten im Hotel verlegt werden konnten und außerdem ein müheloses Auftragen und eine hohe Verlegeleistung möglich waren.
Für die vollflächige Verklebung der Teppichboden-Bahnenware setzten die Verleger den Dispersionsklebstoff »Ultrabond Eco 170« ein. Die rutschhemmende Fixierung der textilen SL-Fliesen wurde mit »Ultrabond Eco Tack«, einer haftstarken Dispersions-Rutschbremse, ausgeführt.
Mit den Mapei-Produkten konnte ein wichtiger Beitrag zu einem reibungslosen Hotelumbau und zum Wohlbefinden der Hotelgäste und -mitarbeiter geleistet werden.
München war für die Steigenberger-Hotelgruppe ein weißer Fleck, bis das Unternehmen in dem ehemaligen Bürogebäude in Nordschwabing die geeignete Immobilie fand. Aus dem funktionalen Verwaltungsbau wurde ein Hotel der Spitzenklasse.

Zurück